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	<title> &#187; Madhab</title>
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		<title>Verfeinerung und Kontrolle der Madhahib -II-</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 13:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antworten/Widerlegungen/Aufklärungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf eine konstruktive Kritik eines Bruders hin, dass der erste Artikel gar keine Beispiele zeigt, in dem die Gelehrten der Madhab die vorherigen Ansichten aufgrund der Ahadith verbessert haben, nahmen wir einen Artikel von Scheich Nuh Ha Mim Keller zur Hilfe, worin gute Beispiele dafür aufgelistet sind, wie die Gelehrten einer Madhab aufgrund authentischer Ahadith, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Auf eine konstruktive Kritik eines Bruders hin, dass der erste Artikel gar keine Beispiele zeigt, in dem die Gelehrten der Madhab die vorherigen Ansichten aufgrund der Ahadith verbessert haben, nahmen wir einen Artikel von Scheich Nuh Ha Mim Keller zur Hilfe, worin gute Beispiele dafür aufgelistet sind, wie die Gelehrten einer Madhab aufgrund authentischer Ahadith, die dem Usul ihrer Madhab gemäß ein ausreichender Beweis sind, verändert wurden. Wir haben nicht den ganzen Artikel übersetzt, sondern nur Bruchweise die Beispiele rausgeschrieben.<span id="more-575"></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Die Schafi'i Madhab</span></p>
<p style="text-align: justify;">Frühere Gelehrte debattierten darüber, welche von den vorgeschrieben Gebeten „das höhergestellteste Gebet" ist, welches in der Sura al-Baqara im Vers: <strong>„Beachtet aufmerksam die Gebete und insbesondere <em>al-salat al-wusta</em>, das höchste Gebet..."</strong> [2:238], in dem <em>Wusta </em>[wörtlich: mittlere], gemäß der arabischen Redewendung, sich auf das beste Teil einer Sache bezieht. Dies ist bestätigt durch die Anwendung desselben vergleichbaren Adjektivs, in seiner männlichen Form, in Sura al-Qalam: <strong>„Die Besten von ihnen </strong>[<em>awsatuhum</em>] <strong>sagten: „Sagte ich euch nicht: „Würdet ihr Allah doch nur Preise [in Reue]."</strong> [68:28], in dem <em>awsatuhum</em> „der Beste von ihnen" bedeutet [Mahalli: Tafsir al-Dschalalayn, 759].</p>
<p style="text-align: justify;">Nun, die Ansicht von Imam asch-Schafi'i war, dass das <em>Salat al-Wusta</em> - das höchste Gebet - das Frühgebet ist. Die Beweise hierfür sind nicht nur die vielen <em>Ahadith</em> über den speziellen Lohn des Frühgebets, insbesondere wenn es in der Gemeinschaft [<em>dschama'a</em>] in der Moschee verrichtet wird - sondern auch, dass im islamischen Kalender die Nacht eines bestimmten Datums vor dem Tag kommt, sodass das Abendgebet [<em>maghrib</em>] das Erste der fünf vorgeschriebenen Gebete am Tag ist und das Nachmittagsgebet [<em>'asr</em>] das Letzte ist. Dies macht das Frühgebet [<em>fadschr</em>] zum ‚mittleren' zwischen den Beiden. So überzeugend diese Begründung auch sein mag, kamen Gelehrte nach Imam Schafi'i und korrigierten seine Ansicht im Licht des absolut authentischen <em>[sahih] Hadith</em>, überliefert von Muslim, dass 'Ali ibn Abi Talib <em>Karamallahu Wadschu</em> sagte:</p>
<p style="text-align: justify;">„Als es der Tag von der Schlacht der Verbündeten [<em>al-Ahzab</em>] war, sagte der Gesandte Allahs <em>sallallahu 'alayhi wa sallam</em>: <strong>„Möge Allah ihre Häuser und Gräber mit Feuer füllen: sie haben uns beschäftigt und abgehalten vom mittleren Gebet </strong>[<em>al-salat al-wusta</em>]<strong> bis die Sonne unterging."</strong> (Muslim, 1/436;627), welches ein <em>Nas</em> ist oder „ein Text mit nur einer einzigen möglichen Interpretation" vom Propheten <em>sallallahu 'alayhi wa sallam</em>, dass <em>salat al-wusta</em> in der Sura al-Baqara das Nachmittagsgebet ['asr] ist und kein anderes. Dies ist eines der Verbesserungen der Beweise, über die wir sprechen.</p>
<p style="text-align: justify;">Imam al-Nawawi <em>rahimahullah</em> sagte: „Trotz diesem [immensen Wissen des <em>Hadith</em>] wählte Schafi'i <em>rahimahullah</em> den Weg der stärkeren Vorkehrung, denn Wissen über alle <em>Hadith</em> ist für den Menschen nicht möglich. Er traf die Aussage, die von ihm durch viele Überlieferer berichtet wurde, worin er [die Gelehrten] auffordert einen <em>sahih Hadith</em> zu nehmen und seine Ansicht nicht zu berücksichtigen, wenn es einem expliziten, authentischen und eindeutigen Text [<em>nas</em>] widerspricht. Unsere Gelehrten gehorchten diesem Befehl und wendeten es bei vielen bekannten Fällen der Gesetzgebung an." [al-Madschmu', 1/10-11]</p>
<p style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Die Hanafi Madhab</span></p>
<p style="text-align: justify;">Ein Beispiel für die <em>Hanafi Madhab </em>ist die <em>Sunnah </em>des Duschens [<em>ghusl</em>] bevor man zum Freitagsgebet [<em>dschumu'a</em>] geht. Die überlieferte Ansicht der Schule ist, dass die Gültigkeit des <em>Sunnah </em>Bades verloren gegangen ist, wenn die rituelle Waschung einer Person ungültig wurde zwischen dem Duschen und dem Freitagsgebet, womit jemand erneut duschen müsste, um den Lohn dieser <em>Sunnah </em>zu bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt finden wir im <em>Radd al-muhtar </em>des Ibn 'Abidin <em>rahimahullah</em>,  der führenden Fatwaquelle der späteren <em>Hanafi Madhab, </em>dass Imam 'Abd al-Ghani Nablusi <em>rahimahullah</em>, nachdem er die obrige Gesetzgebung erwähnte, anmerkte, dass es zwei Ansichten darüber unter den Gelehrten der <em>Madhab</em> gibt: Die erste Ansicht ist die derer, die der Meinung sind, dass das Duschen für die Reinheit [<em>tahara</em>] ist, weswegen der Verlust der rituellen Waschung [<em>wudu'</em>] nach dem Duschen und vor dem Freitagsgebet die <em>Ghusl</em> nullifizieren würde. Die zweite Ansicht ist die derer, welche der Meinung sind, dass das Duschen nur für die Sauberkeit [<em>nadhafa</em>] ist, weswegen der Verlust des <em>Wudu</em>' und das erneute vollziehen der <em>Wudu'</em> die <em>Ghusl</em> nicht nullifizieren würde, denn die zusätliche <em>Wudu'</em>, wenn überhaupt, vermehrt die Sauberkeit. Nablusi <em>rahimahullah</em> nimmt die zweite Ansicht an mit den Worten: „der <em>Hadith</em> darüber beinahltet, dass der Ziel die Sauberkeit allein ist..." (<em>Radd al-muhtar</em>, 1/114). Ibn 'Abidin neigt ebenfalls dazu aufgrund der <em>Ahadith </em>über das Kommen in den ersten Morgenstunden des Freitags und dem Warten auf das Gemeinschaftsgebet. Abu Hurayra <em>radiyallahu 'anhu</em> überliefert, dass der Prophet <em>sallallahu 'alayhi wa sallam</em> sagte: <strong>„Wer auch immer am Freitag so duscht, wie er es für die große Unreinheit </strong>[<em>dschanaba</em>]<strong> tun würde, und dann früh geht [in die Moschee], so ist es, als hätte er ein weibliches Kamel geopfert. Wer auch immer in der zweiten Stunde [des Tageslichtes] geht, ist so, als hätte er eine Kuh geopfert. Wer auch immer in der dritten Stunde geht, ist so, als hätte er ein Widder geopfert. Wer auch immer in der vierten Stunde geht, ist so, als hätte er ein Huhn geopfert. Wer auch immer in der fünften Stunde geht, ist so, als hätte er ein Ei geopfert und wenn der Imam hinauskommt [um die Rede zu beginnen], hören die Engel auf [die Kommenden niederzuschreiben] und kommen um der Andacht zuzuhören."</strong> [Bukhari 2/3-4: 881).</p>
<p style="text-align: justify;">Ibn 'Abidin sagt über Nablusis Ansicht [dass das <em>Ghusl</em> am Freitag nicht ungültig ist, wenn man seine Waschung vor dem Freitagsgebet erneuern muss]:</p>
<p style="text-align: justify;">„Es ist bestätigt durch die Forderung früh zum Gebet zu gehen, am besten in den ersten Stunden des Tages, welches solang geht, bis die Sonne sich erhebt. Wenn man dies tut kann es schwer sein die Waschung [<em>wudu'</em>] zu halten, bis die Gebetszeit eintritt, insbesondere in den längsten Tagen des Jahres. Die Erneuerung des <em>Ghusl</em> wäre noch schwerer, während [Allah in Sura al-Hadsch gebietet]: <strong>„Und er hat euch in der Religion (<em>din</em>) nichts auferlegt, was (euch) bedrückt."</strong> [78] Es würde ebenfalls dazu führen, dass vor dem Gang zur Toilette abgehalten wird während dem Gebet, welches verboten ist." (<em>Radd al-muhtar</em>, 1/114).</p>
<p style="text-align: justify;">Hier sehen wir eine frühere Ansicht der <em>Hanafi</em> Schule [dass das Freitags<em>ghusl</em> nullifiziert ist durch den Verlust des <em>Wudu'</em>] neu abgeschätzt im Lichte eines <em>Hadith</em> bei zwei der fundamentalen späteren Gelehrten der Schule, 'Abd al-Ghani Nablusi und Ibn 'Abidin-so wie wir im vorherigen Beispiel sahen, wie Imam Schafi'is Ansicht, dass <em>al-salat al-wusta </em>das Frühgebet sei, durch die nachfolgenden Gelehrten als Nachmittagsgebet korrigiert wurde.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Die Hanbali Madhab</span></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt <em>Ahadith</em> mit der allgemeinen Bedeutung, dass jemand, der das Gebet unterlässt, ein <em>Kafir</em> wird. <em>Ahadith</em>, welche Imam Ahmad ibn Hanbal <em>rahimahullah</em> (in mindestens einer von dem von ihm überlieferten zwei Ansichten) wörtlich genommen zu haben scheint. Dies schließt den guten authentischen [<em>hasan</em>] <em>Hadith</em>: „Zwischen dem Diener und dem Götzendienst oder Unglauben liegt das Verlassen des Gebets." (<em>Tirmidhi</em>, 5/13: 2619), und der <em>Hadith</em>: „Das Erste was ihr von eurer Religion verlieren werdet ist das Einhalten des vertrauten Gutes: das letzte, was ihr von eurer Religion verlieren werdet, ist das Gebet." (<em>Tabarani</em>, 9/353: 9754), über den Ahmad <em>rahimahullah </em>sagte: „Nichts verbleibt nachdem das Letzte gegangen ist."(<em>al-Mughni</em>, 2/444)</p>
<p style="text-align: justify;">Ibn Qudama Maqdisi, der diese <em>Ahadith</em> in seinem elf Bändigen <em>Hanbali Fiqh</em> Zusammenfassung <em>al-Mughni</em> zitiert, versteht die Worte dieser <em>Ahadith</em> als <em>zadschr</em> [scharfe Warnung], indem die Taten dieser Menschen mit denen der <em>Kuffar</em> verglichen werden und nicht als eine Tat, welche einen zum <em>Kafir </em>macht. Es gibt viele <em>Ahadith</em> mit solchen Wörtern: <strong>„Das Schmähen eines Muslims ist eine falsche Tat und ihn zu bekämpfen ist Unglaube</strong> [<em>kufr</em>]<strong>."</strong> (<em>Bukhari</em>, 9/63: 7076), welches die Ungeheuerlichkeit der Sünde der Bekämpfung betont, aber nicht gleich bedeutet, dass man außerhalb des Islams ist. Und auch: <strong>„Der Weintrinker ist gleich einem Götzendiener."</strong> (<em>Madschma' al-zawa'id, </em>5/70). Oder wie der <em>Hadith</em>: <strong>„Wenn ein Mensch seinen Bruder als </strong><em>Kafir</em><strong> beschimpft, dann kehrt dies auf einen von beiden zurück."</strong> (<em>Muslim</em>, 1/79: 60), zu dem Munawi im Kommentar über <strong>‚kehrt zu einem der beiden zurück'</strong> sagt, „die Sünde der Bezeichnung als <em>Kafir</em>" kehre zurück und nicht der Status des <em>Kafirseins </em>(<em>Fayd al-Qadir, </em>1/295) und über den al-Nawawi in seinem Kommentar des <em>Sahih Muslim</em> sagt<em>:</em></p>
<p style="text-align: justify;">„Seine Äußere Bedeutung ist nicht gemeint, denn die Ansicht der <em>Ahlul Haqq </em>ist, dass kein Muslim <em>Kafir </em>wird durch sündige Taten wie Mord, Unzucht oder der Bezichtigung eines Bruders als <em>Kafir,</em> außer jemand meint damit er die Religion des Islams, de er folgt, sei falsch." (<em>Scharh Sahih Muslim</em>, 2/49)</p>
<p style="text-align: justify;">So erklärt auch Ibn Qudama al-Maqdisi diese Worte als <em>zadschr</em>, die in den <em>Ahadith</em> vorkommen und scheinbar bedeuten, dass die Unterlassung des Gebets [<em>kufr</em>] ist, damit es in einem Einklang ist mit den anderen Beweisen, wie der <em>sahih Hadith</em>: <strong>„Wer auch immer bezeugt, dass es keine Gottheiten außer Allah gibt und nichts beigesellt, und dass Muhammad sein Diener und Gesandter ist, und dass Jesus der Diener Allahs, sein Gesandter, sein Wort welches er Maryam kundtat und ein Geist von Ihm, und dass das Paradies und Hölle wahr sind - Allah wird ihm den Eintritt in das Paradise gestatten, unabhänging von seinen Taten." </strong>(<em>Bukhari, </em>4/201: 3435).</p>
<p style="text-align: justify;">Dies zeigt uns, wie viele andere <em>Ahadith</em> mit gleicher Bedeutung auch, dass ein Muslim nur <em>Kufr</em> durch offensichtlichen Unglauben begeht und nicht durch sündige Taten, denn andererweise würde er das Paradise nicht betreten können (sogar wenn er erst bestraft werden würde) und der <em>Hadith </em>sagt  Allgemein:<strong> „unabhänging von seinen Taten." </strong>Ibn Qudama zitiert dies und andere Berücksichtungen und gibt sein Urteil, dass die Vernachlässigung des Gebetes, obwohl es eine empörende Sünde ist, selbst kein <em>Kufr </em>ist. (<em>al-Mughni</em>, 2/446-47). Wie in den vorigen Beispielen der <em>Schafi'i </em>und <em>Hanafi Madhab</em> oben, zeigt dies wie ein spitzen Gelehrter der <em>Madhab</em> die <em>Ahadith</em> erneut untersucht hat und im Lichte dessen eine Korrektur der Ansicht seines Imams vorschlug.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Die Maliki Madhab</span></p>
<p style="text-align: justify;">Die überlieferte Ansicht der <em>Maliki Madhab </em>ist, dass wenn jemand unabsichtlich etwas trinkt oder isst beim Fasten, dies den Fastentag ungültig macht und er verpflichtet ist, diesen nachzuholen, wenn es ein Pflichtfasten wie z.B. <em>Ramadan </em>war. (<em>Risala Ibn Abi Zayd al-Qayrawani</em>, 176). So sagt aber der <em>Maliki</em> Gelehrte Ibn Ruschd <em>rahimahullah</em> in seinem al-Bidaya al-Mudschtahid (<em>al-Hidaya fi takhridsch ahadith al-Bidaya</em>, 5/188), worin er den <em>sahih Hadith</em> durch Abu Hurayra in Bukhari und Muslim zitiert, worin der Prophet <em>sallallahu 'alayhi wa sallam</em> sagte: „ Wenn jemand vergisst und isst und trinkt, dann lasst ihn das Fasten vervollständigen, denn es ist Allah der ihn ernährt hat und ihm trinken gab." (<em>Bukhari, </em>3/40: 1933).</p>
<p style="text-align: justify;">Einige Maliki Gelehrten unterstützten die Ansicht, dass das unabsichtliche trinken und essen das Fasten annuliert und nahmen an, dass mit dem Satz im <em>Hadith</em>: „lasst ihn sein Fasten vervollständigen.", die wörtliche Bedeutung des <em>Fastens</em> gemeint ist, was einfach daraus besteht nichts zu essen. Also soll der <em>Hadith</em> sagen, dass jemand, der unabsichtlich isst (und somit nach ihrer Ansicht das Fasten bricht) das Essen für den restlichen Tag vermeiden solle, wie es der Fall bei einer Menstruierenden ist. Wenn die Menstruation mitten am Tag des <em>Ramadan</em> beginnt, ist sie verpflichtet bis zum Abend nichts zu essen, obwohl der Fastentag für sie nicht zählt. Dies ist aufgrund der Heiligkeit des Tages. Die linguistische Bedeutung des ‚Fastens', sagen sie, ist das wichtige bei der Aussage: „lasst ihn sein Fasten vervollständigen." Diese Interpretation jedoch scheitert, wie es Scheich Nuh 'Ali Salman schreibt, denn die Worte eines primären Textes werden in erster Stelle nach der <em>schari'a</em> Bedeutung verstanden, wenn es möglich ist und nur bei einer Unmöglichkeit sie so zu verstehen, werden sie in ihrer linguistischen Bedeutung interpretiert. Hier muss das ‚Fasten' gemäß der <em>Schari'a </em>Bedeutung verstanden werden, denn der <em>Hadith</em> sagt: „lasst ihn sein Fasten vervollständigen." Das ist das vorangehende Fasten, welches ein gesetzlicher Fastentag [des Ramadan] ist und nicht ein linguistisches Fasten [welches darauf besteht, nichts zu essen.] (<em>Qada' al-'ibadat</em>, 138)</p>
<p style="text-align: justify;">Der <em>Maliki </em>Gelehrte Abu Bakr ibn al-'Arabi erklärt, wieso er glaubt, dass die Worte „lasst ihn sein Fasten vervollständigen" wörtlich genommen werden sollten (und nicht nach der <em>schari' </em>Bedeutung): „Fasten ist das Vermeiden von Essen und kann nicht gleichzeitig mit Essen existieren, denn sie sind zwei Gegensätzlichkeiten und eine Person kann nicht etwas ausführen, zu dem er verpflichtet ist, wenn ein untrennbares Element und Fundament nicht mehr verbleibt oder existiert. Bedenke, was die <em>Wudu'</em> ungültig macht, was die notwendige Vorbedingung für das Gebet ist, nämlich die Dinge, welche die Waschung ungültig machen [<em>hadath</em>] (Toilettengang). Wenn eines dieser Dinge geschieht, mit Absicht oder nicht, nullifizert sie die Waschung. (<em>'Arida al-ahwazi</em>, 3/247).</p>
<p style="text-align: justify;">Bezüglich dem obrigen <em>Hadith</em>, welches so scheint, als würde das Fasten nullifiziert werden durch unabsichtliches Essen, erwähnt Ibn al-'Arabi die Maliki Ansicht, wonach es nach Imam Maliks Methodologie so sei, dass wenn ein Hadith eines einzelnen Überlieferers einem etablierten Prinzip widerspreche [nämlich das Fehlen eines Pflichtbestandteiles [<em>rukn</em>] (also die Vermeidung des Essens hier) nullifiziert die Tat (also ein gültiges Faste)], dann könne man mit diesem <em>Hadith</em> nicht handeln. (<em>'Arida al-ahwazi, </em>3/248).</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt fordert der <em>Hadith</em> Spezialist Ahmad al-Ghumari, ebenfalls ein Maliki, in seinem Kommentar über Ibn Ruschds <em>Bidaya al-Mudschtahid</em>, die Maliki Position heraus, dass ein Fasten gebrochen ist durch unabsichtliches Trinken und Essen, indem er Variationen des oben erwähnten <em>Bukhari Hadith</em> aufführt, wie den <em>Hadith</em>, der im <em>Sunan</em> des Daraqutni überliefert wird:<strong> „Wenn jemand Fastet und unabsichtlich trinkt oder isst, dann ist dies nicht anderes als Versorgung </strong>[<em>rizq</em>]<strong> die Allah ihm gesandt hat, und er ist nicht verpflichtet dieses nachzuholen."</strong> (<em>Daraqutni</em>, 2/178: 27),</p>
<p style="text-align: justify;">- welcher <em>sahih </em>ist. Er beweist, dass die schari' Bedeutung des Fasten im obrigen <em>Hadith</em> gemeint ist, und dass das unabsichtliche Essen und Trinken das Fasten nicht annuliert (<em>al-Hidaya fi takhridsch ahadith al-Bidaya</em>, 5/188). Jemand könnte Einwände bringen, dass diese <em>Ahadith</em> sich auf das freiwillige Fasten bezieht und nicht auf das Pflichtfasten. Und tatsächlich ist dies auch die Ansicht der Maliki <em>Madhab</em>; dass nur ein Pflichtfastentag gebrochen ist durch unabsichtliches Essen und kein freiwilliges Fasten. (<em>Risala Ibn Abi Zayd al-Qayrawani</em>, 176). Doch Ghumari führt einen anderen <em>sahih Hadith </em>an: <strong>„Wer auch immer unabsichtlich isst oder trinkt im Fastenmonat <em>Ramadan</em>, ist nicht verpflichtet dies nachzuholen oder sühne zu leisen."</strong> (<em>Daraqutni</em>, 2/178: 28), worüber er sagt: „wurde ebenfalls von <em>Hakim</em> [<em>al-Mustadrak</em>, 1/430] und al-Bayhaqi [<em>Bayhaqi</em>, 4/229] überliefert. Hakim sagt: „Es ist <em>sahih</em> nach den Bedingungen von Muslim, obwohl weder [Bukhari noch Muslim] es in diesem Wortlaut überlieferten."; und al-Bayhaqi sagt: „[Muhammad ibn 'Abdullah] al-Ansari allein überliefert es von Muhammad ibn 'Amr [ibn 'Alqama], trotzdem sind all die Überlieferer vertrauenswürdig."" (<em>al-Hidaya fi takhridsch ahadith al-Bidaya</em>, 5.189).</p>
<p style="text-align: justify;">Diese <em>Ahadith </em>zeigen Ghumari erst, dass - obwohl es instinktiv plaubsibel scheint in Abu Bakr ibn al-'Arabis Worten, dass das Fasten nichts anderes als das Vermeiden des Essens sei und nicht mit dem Essen existieren kann - der Prophet <em>sallallahu 'alayhi wa sallam </em>uns darüber benachrichtigt hat, dass das unabsichtliche Essen und Trinken eine Ausnahme ist, durch die Worte in <em>Bukhari</em>. Das Worte ‚Fasten' kann auf der einen Seite nicht in einer einfachen wörtlichen Art interpretiert werden, aufgrund den Worten in <em>Daraqutni, </em>die sich auf das gesetzliche Fasten beziehen. Und andererseits kann damit auch nicht das freiwillige Fasten gemeint sein, denn dies geschieht nicht „im Monat des Ramadan." Zweitens ist dies nicht ein Fall, wo ein <em>Hadith </em>von einem einzelnen Überlieferer kommt und der überlieferten Ansicht der Schule widerspricht, sondern es gibt mehrere Versionen mit verschiedenen Überlieferungswegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies führt dazu, dass Ghumari in seinem Hadithkommentar des <em>Risalah</em> des Ibn Abi Zayd al-Qayrawani, worin der Autor schreibt: „und wenn jemand sein freiwilliges Fasten unabsichtlich bricht, dann muss er es nicht nachholen - anders jedoch beim Pflichtfasten...", kommentiert:</p>
<p style="text-align: justify;">„Diese Unterscheidung [zwischen Pflicht und Freiwillig] ist bar eines jeglichen akzeptablen Beweises, noch gibt es dafür allgemein irgendein Beweis im Quran oder im <em>Hadith</em>. Eher widerspricht es dem Inhalt der primären Texte und Allah weiß besser, was der Beweis war, worauf sich Malik hierbei gestützt hat." (<em>Masalik al-dalala</em>, 109-10).</p>
<p style="text-align: justify;">Um sicher zu sein, Imam Malik war größer als gegenwärte Gelehrte im Wissen über Quran und Sunnah, nicht nur aufgrund seiner Nähe zu der Zeit des Propheten <em>sallallahu 'alayhi wa </em>sallam und seiner persönlichen Beobachtung der '<em>amal</em> [unveränderlichen Sunnah Praktiken] der früheren Muslime - welche dem Vertrauen in die rein wörtlich überlieferten <em>Ahadith </em>derer, die nach ihm kamen, entgegen gestellt ist. Jedoch ist es auf jedenfall klar, dass Ghumaris Erörterung nicht eine des ‚blinden Folgens' der Maliki Madhab ist, sondern ein Beispiel aus der Literatur der Madhab selbst, welche uns zeigt, dass die Beweise der Schule untersucht und ausgewertet wurden durch nachfolgende Maliki Gelehrten.</p>
<p style="text-align: justify;"><em> </em></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Verfeinerung und Kontrolle der Madhahib</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 15:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zweifel: Du gibst zu, dass die Aimmah der Rechtsschulen möglicherweise Fehler gemachten haben und dass es möglich sei, dass sie einige der Ahadith verpasst haben. So ist dies ein Beweis dafür, dass wir den Rechtsschulen nicht folgen sollten Antwort: Was eine Person, welche diesen Einwand vorführt, nicht begreift, ist, dass die Rechtsschulen nicht das Werk [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #800000;"><strong>Zweifel:</strong></span> Du gibst zu, dass die Aimmah der Rechtsschulen möglicherweise Fehler gemachten haben und dass es möglich sei, dass sie einige der <em>Ahadith</em> verpasst haben. So ist dies ein Beweis dafür, dass wir den Rechtsschulen nicht folgen sollten<span id="more-569"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #800000;"><strong>Antwort:</strong> </span>Was eine Person, welche diesen Einwand vorführt, nicht begreift, ist, dass die Rechtsschulen nicht das Werk eines einzelnen besonderen Gelehrten sind, sondern, dass es das Werk von tausenden studierten Gelehrten aus jedem Zeitalter sind, von denen viele die Bücher des <em>Ahadith</em> auswendig gelernt haben und weitaus wissender waren als die heutigen Gelehrten. Deswegen haben wir Gelehrte, die innerhalb der Rechtsschule forschen und Meinungen korrigieren und dabei  aufklären, welche die solideste Position ist, was uns übermittelt wurde und wonach wir uns richten sollen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die ist weitaus anders als das heutige Szenario, in dem die Studenten behaupten, einer <em>Madhab </em>zu folgen und dann dieser widersprechen, basierend auf unzureichender Nachforschung, fälschlicherweise glaubend, dass ihre Annäherung die selbe ist wie die eines Gelehrten der Rechtsschule, welche die Schulen ihrer <em>Aimmah </em>verfeinert<em> </em>haben und die stärkste Ansicht für uns herausgearbeitet haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Lasst uns ein paar Beispiel erwähnen von jeder dieser Schulen, um aufzuzeigen, dass das, was uns von den Rechtsschulen übermittelt wurde, ohne Zweifel eine strikte und verfeinerte Sammlung von Regelungen ist.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Hanafi Madhab</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong><br />
Imam Abu Hanifah war der Ansicht, dass eine Person, die sich entschieden hat, eine wohltätige Stiftung [<em>waqf</em>] zu gründen, nicht notwendig diese Tat ausführen muss, sondern ihm war es gestattet, seine Absicht diesbezüglich zu ändern. Einige bestimmte Szenarien wurden ausgeschlossen, aber im Allgemeinen war es gemäß Imam Abu Hanifah so, dass es nichts fundiertes gab, was die Ausführung des <em>Waqf</em> erforderlich machte.</p>
<p style="text-align: justify;">Ihm wurde in diesem Punkt widersprochen von der Allgemeinheit seiner Schüler und den anderen <em>Aimmah</em>, welche der Meinung waren, dass die Ausführung der ‚<em>Waqf'</em> notwendig ist, wenn sie einmal festgelegt wurde.  So wurde dies zum Urteil [<em>Fatwa</em>] in der Schule nach Auffassung seiner Studenten. Imam al-Kawthari erwähnt in seinem <em>'al-Nukat al-Tarifah'</em> (S.40):</p>
<p style="text-align: justify;">'Isa bin Aban sagte: Als Abu Yusuf nach Bagdad kam, war er der Ansicht Abu Hanifahs bezüglich der Genehmigung des Verkaufs von wohltätigen Stiftungen [<em>awqaf</em>]. Dies war so, bis Isma'il bin 'Aliyyah ihm von Ibn Awn von Nafi von Ibn 'Umar überlieferte bezüglich der Spende [<em>sadaqah</em>] [die er machte] von seinem Anteil von Khaybar. Abu Yusuf sagte: Dies ist eine Sache in der uns die Meinungsverschiedenheit nicht erlaubt wurde. Hätte dies Abu Hanifah erreicht, dann wäre das seine Ansicht gewesen und er wäre davon nicht abgewichen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Maliki Madhab</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im 'Taqaddimah al-Dscharh wa al-Tadil' (s.31) des Ibn Abi Hatim al-Razi, überlieferte er mit seiner Kette von Imam 'Abdullah bin Wahb, einer der ehrwürdigen Schüler von Imam Malik. Ibn Wahb sagte :</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hörte wie Imam Malik bezüglich dem Reiben zwischen den Zehen im Wudu befragt wurde. Er antwortete: Es ist nicht gedacht für die Leute, damit sie damit praktizieren. Er- Ibn Wahb- sagte: Ich verblieb still bis die Leute ihn verließen und sagte zu ihm: ‚Mit uns ist es eine <em>Sunnah</em>.' Er fragte: ‚Was ist es?' Ich sagte: „al-Layth bin Sa'd, Ibn Lahiyah und 'Amr bin al-Harith überlieferte uns von Yazid bin 'Amr al-Ma'afiri von Abi 'Abd al-Rahman al-Hubbali von al-Mutawrad Ibn Schaddad al-Quraschi, der sagte: „Ich sah den Propheten Allahs <em>sallallahu 'alayhi wa sallam </em>seinen kleinen Finger zwischen die Zehen reibend." Er - al-Malik- sagte: „Dieser Hadith ist <em>Hasan</em> und bis auf gerade jetzt hatte ich ihn noch nie gehört." Ich hörte danach, als Leute ihn nochmal wegen dieser <em>Sunnah</em> fragten, dass er seitdem das Reiben zwischen den Zehen im Wudu befahl.</p>
<p style="text-align: justify;">Ibn Abd al-Barr hinzugefügt in 'al-Istidhkar' (1/18):</p>
<p style="text-align: justify;">Malik begann dies im Wudu' auszuführen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schafi'i Madhab</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im 'al-Illal' von Imam Ahmad (1/155) und ‚Manaqib al-Schafi'i' von al-Bayhaqi (1/527) sagte Imam Ahmad bin Hanbal:</p>
<p style="text-align: justify;">Al-Schafi'i sagte zu uns: „Du bist Wissender über <em>Hadith</em> und Überlieferungen als ich. Wenn es einen <em>Hadith</em> gibt<em>,</em> dann berichte ihn mir, selbst wen es von Kufan, Basran oder von al-Schaam ist, so das ich in dessen Richtung gehen kann, wenn er <em>Sahih</em> ist."</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hanbali Madhab</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es wird erwähnt im Buch 'al-Amr bil Maruf wal-Nahi an-Nil Munkar' (s.121) von Imam Abu Bakr al-Khallal, einer der Hanbali <em>Aimmah</em>,  und auch im 'Kitab al-Ruh' von Imam Ibn al-Qayyim (s.31):</p>
<p style="text-align: justify;">„...Ali bin Musa al-Haddad sagte: Ich war mit Ahmad bin Hanbal und Muhammad bin Qudamah al-Dschawhari bei einer Beerdigung. Nachdem der Verstorbene begraben wurden, saß ein blinder Mann an seinem Grab und rezitierte [aus dem Quran]. Ahmad sagte zu dem Mann: „O Du! Das Rezitieren am Grab ist eine Erneuerung <em>[Bid'a]</em>! Als wir den Friedhof verließen, sagte Muhammad bin Qudama zu Ahmad bin Hanbal: „O Abu 'Abdullah, was sagst du bezüglich Mubaschir al-Halabi?" Er antwortete: „Er ist vertrauenswürdig." Er Sagte: „Hast du etwas von ihm aufgezeichnet?" Er antwortete: „Ja!" Ich sagte: „Mubaschir berichtete zu mir, von 'Abd al-Rahman bin al-'Ala bin al-Ladschladsch von seinem Vater: er hat mich angewiesen, dass wenn er beerdigt wird, ich bei seinem Kopf den Anfang und das Ende von al-Baqarah rezitieren solle. Und er sagte: „Ich hörte Ibn 'Umar dies beauftragen." Ahmad sagte dann zu ihm: „Gehe zurück und sage dem Mann, er solle weiter rezitieren."</p>
<p style="text-align: justify;">Für mehr Beispiele sehe man den Artikel: http://blog.ahlu-sunnah.de/archives/575</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Übersetzt von 'Abdullah</em></p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Ahadith auf CDs suchen und danach handeln</title>
		<link>http://blog.ahlu-sunnah.de/archives/567</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 17:50:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zweifel: Es sind heutzutage sehr viele Bücher über die Ahadith verfügbar, und es ist wesentlich einfacher nach zu forschen, da diese Quellen an unseren Fingerspitzen liegen, wie niemals zuvor. Zum Beispiel können wir CDs kaufen, welche Ahadith beinhalten, die wir suchen, was bedeutet, wir können durch moderne Technologie genauso gut nachforschen wie die Aimmah der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Zweifel:</strong> Es sind heutzutage sehr viele Bücher über die <em>Ahadith</em> verfügbar, und es ist wesentlich einfacher nach zu forschen, da diese Quellen an unseren Fingerspitzen liegen, wie niemals zuvor. Zum Beispiel können wir CDs kaufen, welche <em>Ahadith</em> beinhalten, die wir suchen, was bedeutet, wir können durch moderne Technologie genauso gut nachforschen wie die <em>Aimmah</em> der Rechtsschulen.<span id="more-567"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Antwort: </strong>Die oben beschriebene falsche Vorstellung basiert auf einer Anzahl von Missverständnissen. Die Möglichkeit zu haben, eine Hadith CD durch verschiedene Wörter zu durchsuchen ist von geringenem Nutzen für jemanden, der nicht geübt ist in den vielen Scharia' Wissenschaften, welche nötig sind, ein Gesetz herauszubringen. Nicht zuletzt, wenn viele Gesetze aus den Schriften abgeleitet wurden durch komplexe Schlußfolgerungen, die im Text enthalten sind, aber äußerlich nicht dieses Thema zu behandeln scheinen. So werden wir hier ein paar Punkte erläutern die gewinn und lohnbringend sind und die vorher bezüglich dieser Zweifel nicht erwähnt wurden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ibn Hazm stellt klar, dass sein Wissen sich nicht in den Büchern, sondern in seinem  Herzen befindet: </strong>Imam Ibn Hazm al-Dhahiri legte es wunderbar dar, indem er sein gesamtes Wissen verinnerlicht hat, sodass selbst beim Verlust der Bücher er sein Wissen behalten hätte. Er sagte:</p>
<p style="text-align: center;"><em>Wenn du meine Dokumente verbrennst, verbrennst Du nicht<br />
Was auf dem Papier geschrieben war, denn es ist nun in meinem Herzen<br />
Es reist mit mir an dem Ort wohin mich mein Reittier trägt<br />
und es sitzt ab wenn ich absitze und wird in meinem Grab vergraben.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ibn Taymiyyah stellt klar, dass viele Bücher eine Person noch lange nicht Wissend und Überlegen machen und stellt auch die Überlegenheit der früheren <em>Aimmah</em> klar:</strong> Imam Ibn Taymiyyah sagte in seinem ‚Raf al-Malam' (s.18 ), dass das Erlangen augenscheinlich großer Quellen, so dass sie direkt an jemandes Fingerspitzen sich befinden, eine Person noch lange nicht im Besitz von zusätzlichem Wissen macht. Er sagte:</p>
<p style="text-align: justify;">„Wenn man voraussetzt, dass die  <em>Ahadith</em> des Gesandten Allahs <em>sallallahu 'alayhi wa sallam </em>darin enthalten sind - damit sind Bücher gemeint-: Nicht alles in den Büchern ist den Gelehrten bekannt. Es ist schwer/unwahrscheinlich dass das bei jemanden auftritt, eher hat ein Mensch viele Werke aber ist sich über deren Inhalt unbewusst. Vielmehr jene, welche vor dem Zusammenstellen solcher Werke lebten, waren weitaus mehr in der Sunnah bewandert als die späteren Gelehrten... denn ihre Werke waren ihre Herzen, welche weitaus mehr Wissen umfassten als Bücher es könnten."</p>
<p style="text-align: justify;">Unsere <em>Aimmah</em> haben - gemessen an der Fülle ihrer Schriften sowie der großen Menge an Wissen, das uns erreicht hat - nicht alles aufgezeichnet was sie wussten, sondern nur einen kleinen Teil ihres Wissens, was wir in einem späteren Schreiben erwähnen werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kanz al-Ummal ist eines der ausführlichsten Bücher des Hadith, aber schwer zu erforschen:</strong> Das umfassendste Buch über <em>Ahadith</em> heutzutage ist das Kanz al-Ummal von al-Muttaqi al-Hindi, welches über 46.000 <em>Ahadith</em> beinhaltet. Wie auch immer, um Nutzen daraus zu ziehen, wie es uns einige Glauben lassen wollen, ist schwierig, da viele seiner Quellen nicht einfach zugänglich sind oder als Verweis vorhanden sind. Deshalb macht es das nach prüfen der Überlieferungskette zu einer schwierigen Angelegenheit. Genauso wie die Tatsache, dass im Kanz al-Ummal bedeutsam weniger Ahadith überliefert wurden, als das Wissen der <em>Mudschtahid Aimmah </em>bzgl. Hadith.  Imam Abu Hanifah wählte die <em>Ahadith</em> für sein Werk ‚al-Athar' aus über 40.000 Ahadith aus, und die Anzahl der Ahadith, welche in seinen Werken insgesamt erwähnt wurden, betragen mehr als 70.000 und hinzukommen jene, die er nicht erwähnt hat. Ibn al-Hayyab berichtet, dass Imam Malik über 100.000 Ahadith überlieferte, doch sind hier nicht mit inbegriffen, welche er wusste aber nicht überlieferte. Und es ist allgemein bekannt, dass Imam Ahmad für sein ‚Musnad' aus ungefähr 750.000 <em>Ahadith</em> ausgewählt hatte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Stufe an Hadithwissen, die für <em>Fatawa</em> benötigt wird:</strong> Al-Khatib berichtet in ‚al-Dschami' (2:174),  dass zu Yahya bin Ma'in gesagt wurde:</p>
<p style="text-align: justify;">„Kann eine Person aus über 100.000 <em>Ahadith</em> eine Fatwa geben?" Er antwortete: „Nein." Ich fragte: „Von 200,000?" Er antwortete „Nein." Ich fragte: „300,000?" Er antwortete: „Nein." Ich fragte: „500,000?" Er sagte: „Ich hoffe es doch."</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Imam Ahmad rät den Spezialisten des Hadith, zusammen mit den <em>Fuqaha</em> zu studieren:</strong> Es war wohl bekannt, dass Imam Ahmad seine Zeitgenossen von den Gelehrten des <em>Hadith</em> - welche sich ausschließlich darauf konzentrierten - zu sich rief und dazu, dass sie in den Sitzungen al-Schafi'is Platz nehmen und von seinem Verständnis profitieren. Darunter waren Giganten des <em>Hadith</em> wie: Ishaq bin Rahaway, Yahya bin Ma'in, al-Humaidi und andere. <em>(siehe Adab Manaqib al-Shafi 2:252)</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Es sollte nicht vergessen werden, dass Imam Ahmad sie dazu aufrief, da ihr  enormes Wissen des <em>Hadith</em> nicht ausreichend ist um Urteile [<em>Fatawa</em>] zu fällen. Wenn Wissen von Hadith allein dafür ausschlaggebend wäre, wie manche denken, warum würde Imam Ahmad die Meister des Hadith rufen und ihnen sagen, sich den Kreisen der Fuqaha anzuschließen und Verständnis von <em>Fiqh </em>zu bekommen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Qualifikationen, die nötig sind um Urteile hervorzubringen - erklärt von Imam al-Schafi'i: </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wir beenden nun diese Diskussion durch die Erwähnung der Qualifikation, die notwendig ist für die Person, die um der Debatte willen eine CD mit allen Hadith Sammlungen besitzt und denkt, er wäre in der Position, daraus Urteile zu finden. Imam al-Schafi'i sagt:</p>
<p style="text-align: justify;">„Es ist gesetzwidrig für eine Person eine <em>Fatwa </em>zu geben in der Religion Allahs außer für jene Person, die Wissen vom Quran besitzt [Buch Allahs]: von seinem <em>nasikh </em>[aufhebenden] und <em>mansukh </em>[aufgehobenen], seinem <em>muhkam </em>[eindeutigen] und mutaschabih [mehrdeutigem], seinem <em>ta'wil</em> [Deutung] und <em>tanzil</em> [Offenbarung], seinem <em>Makki</em> und <em>Madani</em>, und was damit gemeint ist und was offenbart wurde diesbezüglich. Dann nach diesen Kenntnissen über die <em>Ahadith</em> unseres Propheten <em>sallallahu 'alayhi wa sallam</em>): seine <em>nasikh</em> und <em>mansukh ... </em> und das weiß über <em>Hadith,</em> was er über Quran wissen soll. Und das er Wissen von der Sprache, Wissen von Dichtung und was davon gebraucht wird für das Wissen und dem Quran. Dass er Gerechtigkeit praktiziert sowie wenig redet. Nach alldem, dass er Wissen besitzt von der Andersartigkeit der Leute in den verschiedenen Ländern. Und dass nach diesem Wissen er Intelligenz besitzt [Qarihah]. Wenn er diesem entspricht, dann ist ihm gestattet bezüglich dem Verbotenen und Erlaubtem Gesetze zu geben und zu sprechen und wenn er nicht so ist, dann kann er nicht über Themen des Wissens reden noch Urteile fällen."</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ibn 'Abdulbarr fügt noch eine besondere Befähigung hinzu, die nötig ist:</strong> Ibn 'Abdulbarr erwähnte das Obrige in seinem 'Dschami Bayan al-Ilm' (2/166) und zitierte von den früheren Muslimen dies unterstützende Kommentare. Denkend, dass das Obige nicht ausreichend ist, fügte er noch folgendes hinzu: Das Wissen über die <em>Sirah</em>, den Gefährten, ihren Biografien und den Zustand jener, die von ihnen überlieferten um zu wissen, ob sie Vertrauenswürdig sind oder nicht. Der letzte Punkt, der von Ibn 'Abdulbarr hinzugefügt wurde, wird heutzutage die Wissenschaft von ‚Dscharh wal-Ta'dil' genannt,  dessen Studium in unserer heutigen Zeit das gesamte Leben einnimmt.</p>
<h6 style="text-align: justify;"><em>Übersetzt von 'Abdullah</em></h6>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Wenn der Hadith Sahih ist&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 19:58:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zweifel: Allah, der Allerhabene, befahl uns dem geehrten Propheten sallallahu 'alayhi wa sallam zu folgen - wenn also sein Hadith Sahih ist, dann sollten wir danach handeln und Ihm sallallahu 'alayhi wa sallam darin folgen. Es genügt, dass ein Hadith Sahih ist, damit man nach ihm handeln kann. Antwort: Die Antwort auf diese Zweifel basiert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #993300;"><span style="color: #800000;">Zweifel</span><span style="color: #800000;">:</span></span><span style="color: #800000;"> </span></strong>Allah, der Allerhabene, befahl uns dem geehrten Propheten <em>sallallahu 'alayhi wa sallam</em> zu folgen - wenn also sein Hadith <em>Sahih</em> ist, dann sollten wir danach handeln und Ihm <em>sallallahu 'alayhi wa sallam</em> darin folgen. Es genügt, dass ein Hadith <em>Sahih</em> ist, damit man nach ihm handeln kann.<span id="more-537"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #800000;"><strong>Antwort: </strong></span>Die Antwort auf diese Zweifel basiert auf zwei Konzepten, nämlich:</p>
<p style="text-align: justify;">1. Die Authenzität eines <em>Hadith</em> ist ausreichend dafür, dass man danach handelt.</p>
<p style="text-align: justify;">2. Uns wurde befohlen, dem Propheten <em>sallallahu 'alayhi wa sallam</em> zu folgen und nicht irgendeinem anderen zu folgen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ein Hadith kann <em>Sahih</em> sein, aber man handelt aufgrund verschiedener Gründe nicht nach ihm:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt ein übliches Missverständnis, dass ein <em>Sahih Hadith</em> genug sei, damit man nach ihm handeln kann. Jedoch ist die Ansicht der Gelehrten, dass es <em>Sahih Ahadith</em> gibt, nach denen man aus verschiedenen Gründen nicht handelt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sahih aber aufgehoben/abrogiert:</strong> Hafidh Ibn Hadschar sagte dies ganz klar in seinem <em>‚Fath al-Bari' </em>(1/413):</p>
<p style="text-align: justify;">„Und wieviele der <em>Ahadith</em> sind aufgehoben/abrogiert [<em>mansukh</em>], jedoch nach den Kriterien der Hadithwissenschaft <em>Sahih." </em></p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls überliefert Ibn Abi Khaithmah in <em>‚Scharh Illal al-Tirmidhi' </em>(1:413), dass Ibrahim al-Nakhai sagte: „Ich höre <em>Hadith</em> und sehe dass, was genommen wurde und dies nehme ich und den Rest lasse ich."</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hadith kann jene irreleiten, die keine Fachmänner sind:</strong> Imam Hafidh Ibn 'Abdulbarr berichtet von Qadi al-Mudschtahid Ibn Abi Lailah, dass er sagte:</p>
<p style="text-align: justify;">„Wir folgen im Wissen vier: zweien in Ägypten und zweien in Madinah. Layth bin Sa'd und 'Amr bin al-Harith in Ägypten, und Malik und al-Madschischun in al-Madinah, und wären sie nicht gewesen, dann wären wir irregeleitet gewesen."</p>
<p style="text-align: justify;">Khatib al-Baghdadi berichtet in ‚al-Faqih wal Mutafaqqih' (2:80):</p>
<p style="text-align: justify;">„Ein Mann fragte Ibn Uqdah über einen <em>Hadith, </em>und dieser sagte ihm: „Verwickle dich nicht in diesen <em>Hadith</em>, da sie nicht gut sind, außer für jene, die ihre Interpretation [ta'wil] kennen und Yahya ibn Sulayman berichtet von Ibn Wahb, dass er sagte: „Ich hörte Imam Malik sagen: „Viele dieser <em>Ahadith</em> sind Irreleitung...""</p>
<p style="text-align: justify;">All diese Zitate von unseren Gelehrten zeigen, dass das <em>Sahih-</em>sein eines Hadith nicht ausreichend ist, damit man nach ihm handeln kann, wie es einige denken. Vielmehr ist ein tiefes und umfassendes Wissen nötig, um alle <em>Hadith</em> bezüglich einem Fall zusammen zu bringen und daraus ein Gesetz zu entnehmen. Und dies ist die Aufgabe der Juristen <em>[fuqaha]</em>. So kann das hineinwagen in diesen <em>Hadith</em> die Leute ohne ausreichendem Wissen irreführen, wie es von Imamen der Vergangenheit wie oben bestätigt wurde.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Juristen <em>[Fuqaha]</em> sind jene, die man nach dem Verständnis eines Hadith fragt: </strong>Al-Khatib berichtet in ‚al-Faqih wal Mutafaqih' (2:15-19) in einer längeren Aussage von Imam al-Muzani, er war einer der größten Studenten des al-Schafi'i, am Ende der Aussage: „So sehe - möge Allah barmherzig mit dir sein - auf den <em>Hadith </em>denn du gesammelt hast und suche Wissen mit den Leuten des <em>Fiqh, </em>so damit du ein Jurist <em>[fuqaha]</em> werdest."</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Malikis und das Verlassen des <em>Hadith </em>aufgrund der Taten von den Bewohnern Madinas: </strong>Imam Abi Zaid al-Qairawani al-Maliki (g.386) erklärte die Ansicht der <em>Salaf</em> bezüglich dem Handeln nach einiger Hadith und dem Verlassen anderer, und dass nicht alles, was <em>Sahih </em>ist, auch die Handlung damit autorisiert, aus verschiedenen Gründen. Er sagt in ‚Kitab al-Dschami' (s.117) während er den Glauben der <em>Ahlu Sunnah </em>aufzählte, folgendes:</p>
<p style="text-align: justify;">„Man muss sich der <em>Sunnah </em>ergeben. Man darf ihnen nicht widersprechen, weder wegen persönlicher Meinung noch wegen analogischer Begründung. Das, was die rechtschaffene erste Generation interpretierte, nehmen wir als unsere Interpretation an; das, wonach sie handelten, danach handeln wir auch und was sie ablehnen, das lehnen wir auch ab. Uns ist gestattet, jenes festzuhalten, was auch sie festgehalten haben; jenem zu folgen, was sie klargestellt haben; und ihnen nachzumachen in dem, was sie abgeleitet haben; jenem, was sie als richtig betrachteten bezüglich Geschehnissen und dass wir nicht ihre Gruppe verlassen über jene Dinge, in denen sie nicht Übereinstimmten oder in ihrer seiner Interpretation....</p>
<p style="text-align: justify;">Imam Malik sagte: Die Handlung [der Bewohner Madinas] ist noch stabiler/stärker etabliert als die <em>Ahadith</em>. Einer, den ich nachahme, sagte:  Es ist bekümmernd, dass über solche Dinge, welche dies betreffen, gesagt wird: „So und So überlieferte mir von So und So." [Also man widerspricht diesem aufgrund einer Überlieferung] Einige Männer der Tabi'in bekamen <em>Ahadith</em> von anderen und sie sagten: „Wir sind nicht unwissend darüber/unbewusst darüber, aber die Praktik ist anders als dies."</p>
<p style="text-align: justify;">Muhammad ibn Abi Bakr, Ibn Hazms Bruder, sagte zu ihm: „Wieso hast du nicht gemäß diesem und jenem <em>Hadith</em> ein Urteil gegeben?" Er sagte: „Ich sah die Leute nicht damit praktizieren."</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die <em>Salaf</em> ahmten die Gefährten nach, sogar wenn es äußerlich so schien, als würden sie den <em>Ahadith</em> widersprechen: </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ibrahim al-Nakhai sagte:</p>
<p style="text-align: justify;">„Hätte ich die Gefährten gesehen, wie sie Wudu' machen und sich bis zu den Schultern waschen, dann hätte ich das gleiche getan, obwohl ich gelesen habe, dass es bis zu den Ellbogen sein soll."</p>
<p style="text-align: justify;">Und in ‚al-Huddschah fi Bayan al-Mahaddschah' des Abul Qasim al-Taymi al-Asbahani (2:401) überlieferte er von Ibrahim al-Nakhai: „Wenn sie nur ihre Fingernägel gewaschen hätten, dann hätten wir dies nicht überschritten..."</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Al-Dhuhris Student neigt zu einer anderen Ansicht, obwohl ihm ein <em>Hadith</em> gezeigt wird:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ibn 'Abdulbarr erwähnt in seinem ‚al-Tamhid' (3:236,237), dass Imam Ibn Schihab al-Dhuhri zu seinem Studenten, Yunus bin Yazid al-Ayli, sagte:</p>
<p style="text-align: justify;">„Folge mir und mache Wudu' aufgrund allem, was das Feuer berührte [also nach dem Verzehr von gebratenem/gekochten!" Er sagte zu ihm: „Ich werde dir nicht folgen und Said bin al-Musayyib verlassen.", worauf dann al-Dhuhri leise wurde.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Imam Ahmad erwähnte Imam al-Shafi als ausreichenden Beweis:</strong> Imam al-Bayhaqi berichtet in seinem ‚Manaqib al-Schafi'i' (2:154) von Imam Ahmad:</p>
<p style="text-align: justify;">„Hammad bin Ahmad al-Basri sagte: Ich war mit Ahmad bin Hanbal und wir diskutierten den Fall. Ein Mann sagte zu Ahmad: „O Abu Abdullah! Es gibt keinen authentischen <em>Hadith </em>darüber!" Er - Ahmad - sagte: „Sogar wenn es keinen authentischen <em>Hadith </em>gibt darüber, es gibt die Meinung al-Schafi'is und sein Beweis ist die best etablierte diesbezüglich."</p>
<p style="text-align: justify;">So ist dies erneut ein klarer Beweis von den Salaf, dass sie den Gelehrten folgten, sogar wenn es äußerlich so schien, als würden die Beweise mit den Ansichten der Gelehrten im Widerspruch stehen, denn sie wussten, dass die Gelehrten für ihre Ansichten ein Fundament hatten und nicht unwissend über den <em>Hadith</em> waren. Ebenfalls ist es für den Gelehrten nicht notwendig gemäß all den <em>Ahadith</em> die er kennt zu urteilen, denn es gibt viele <em>Sahih Ahadith</em>, mit denen man aus verschiedenen Gründen nicht handelt. Deswegen ist es nicht möglich für jemanden, dass er einen <em>Hadith</em> findet, der von einem der <em>Madhab </em>Imame überliefert wurde und seinem Urteil widerspricht und so kann auch niemand sagen, dass die Anhänger der <em>Madhab</em> diesem bestimmten <em>Hadith </em>folgen müssen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Handeln nach dem Hadith, nachdem man die Gelehrten zu Rate gezogen hat:</strong> Imam Ahmad sagte, wie es berichtet wird in ‚Ilaam al-Muwaqqin' (1:44) des Ibn al-Qayyim:</p>
<p style="text-align: justify;">„Wenn ein Mann Werke geschrieben hat, welche die Worte des Propheten <em>sallallahu 'alayhi wa sallam </em>beinhalten und die Meinungsunterschiede der Gefährten und Nachfolger [Tabi'in], dann ist es nicht gestattet nachdem zu handeln, was er sich wünscht und aussucht, bis er einen der Leute des Wissens darüber fragt, was man nehmen kann. Dann wird er richtig gehandelt haben."</p>
<p style="text-align: justify;">Imam Sufyan al-Thawri sagte, wie es berichtet wird in ‚Scharh Illal al-Tirmidhi' des Ibn Radschab (1:29):</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Ahadith,</em> nach denen nicht gehandelt wird, sind gekommen."</p>
<p style="text-align: justify;">All die obrigen Zitate von unseren Imamen zeigen uns, dass es nicht ausreichend ist, dass ein <em>Hadith Sahih </em>ist, damit man nach ihm handelt. Es ist so, dass viele Faktoren zusammenkommen müssen und die abgewägt werden müssen, bevor man mit einem <em>Hadith </em>handeln kann.</p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Verlasst die Madhab, wenn der Hadith Sahih ist</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 13:17:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zweifel: Die Imame der Madhahib sagten: "Wenn der Hadith authentisch ist, dann ist dies meine Madhab." Wenn wir also einen Hadith in al-Bukhari und Muslim finden, der unserer Madhab widerspricht, dann handeln wir gemäß diesem Hadith und lassen die Urteile unserer Madhab. Antwort: Dies ist eine oftmals benutzte Aussage, welche von vielen falsch zitiert und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #800000;">Zweifel:</span></strong> Die Imame der <em>Madhahib</em> sagten: "Wenn der <em>Hadith</em> authentisch ist, dann ist dies meine <em>Madhab</em>." Wenn wir also einen Hadith in al-Bukhari und Muslim finden, der unserer <em>Madhab</em> widerspricht, dann handeln wir gemäß diesem <em>Hadith</em> und lassen die Urteile unserer <em>Madhab</em>.<span id="more-528"></span></p>
<div class="entry" style="text-align: justify;">
<div class="snap_preview">
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #800000;">Antwort:</span> </strong>Dies ist eine oftmals benutzte Aussage, welche von vielen falsch zitiert und missverstanden wird. Alle Imame der <em>Madhahib</em> sagten, wenn ihre Ansicht in Konflikt geräte mit einem <em>Hadith</em>, dann solle man dem <em>Hadith</em> folgen und ihre Ansicht solle man verlassen. Letzendlich jedoch sprachen sie zu ihren Studenten, welche selber Gelehrte waren, und nicht zu dem normalen Volk auf der Straße und definitiv nicht zu Jugendlichen im Westen, wie 1200 Jahre später kommen und nicht das geringste Verständnis haben von den schari' Wissenschaften. Sehe wie ihre Aussagen von den großen Gelehrten der Vergangenheit verstanden wurden:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nicht für das gewöhnliche Volk: </strong>Ibn 'Abidin sagt in seinem ‘al-Haschiyah’ (1/68):</p>
<p style="text-align: justify;">“Dies ist ebenfalls von den vier Imamen überliefert wurden durch Imam al-Scha'rani. Und es ist nicht versteckt/unklar, dass damit jene gemeint sind, die qualifiziert sind für die analyse der Beweise und die Wissen haben über das Eindeutige <em>[muhkam]</em> von den Aufgehobenen <em>[mansukh]</em>. Wenn also die Gelehrten/Leute einer <em>Madhab</em> einen Beweis analysieren und demnach handeln: dann ist es richtig, dies der <em>Madhab</em> zuzuschreiben, denn es wurde weiter verbreitet durch die Erlaubnis des Gründers der <em>Madhab</em> und es gibt keinen Zweifel darüber, dass wenn er von der Schwäche seines Beweises gewusst hätte, er sich davor zurück gehalten hätte und dem stärkeren Beweis gefolgt wäre."</p>
<p style="text-align: justify;">Ibn 'Abidin macht ganz klar, dass dies die Aufgabe der Gelehrten ist und nicht die des normalen Volkes.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Illusion:</strong> Scheich 'Abdulghaffar Uyun al-Sud kopierte die Bedingungen, welche Ibn 'Abidin festlegte für das Folgen eines <em>Hadith</em> und dem verlassen der <em>Madhab</em> in seinem Werk: ‘Daf al-Awham’ s.15 und sagte:</p>
<p style="text-align: justify;">“Es ist eine gute Festsetzung, denn wir sehen heute in unserer Zeit jene, die von sich selbst gettäuscht sind und denken, sie hätten was mit Wissen zutung und sie wären über den Sternen, obwohl sie am niedrigsten Stand sind und diese lesen dann vielleicht ein Buch von den sechs Büchern - nur als Beispiel - und dort sehen sie einen <em>Hadith</em>, welcher der <em>Madhab</em> des Abu Hanifa widerspricht. Dann sagt er: "Verlasst die Madhab von Abu Hanifa... und nimmt den Hadith des Gesandten Allahs <em>sallallahu 'alayhi wa sallam</em>", obwohl dieser Hadith vielleicht aufgehoben wurde oder im Widerspruch zu einem stärkeren Hadith in Sachen <em>Sanad </em>[Überlieferungskette]<em> </em>steht, oder es ist eines derer, die keine Handlung mit ihr notwendig machen und diese Person hat kein Wissen darüber. Denn wäre es für diese Leute gestattet mit diesem <em>Hadith</em> unbeschränkt zu handeln, wären sie irregeleitet in vielen Gesetzen und würden jene irreleiten, welche kommen und ihnen Fragen stellen."</p>
<p style="text-align: justify;">Wie der Scheich sagte, wieviele dieser getäuschten Menschen existieren in unserer Zeit? Jene, die behaupten Ahnung über die Hanafi <em>Madhab</em> zu haben, während sie unbewusst sind über die meisten grundlegenden Quellen dieser Schule, haben auch kaum eine Ahnung wo sie für die Beweise ihrer Urteile nachsehen sollen. Und unsere Klage ist bei Allah!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schwierigkeit im Erreichen:</strong> Imam Ibn al-Salah sagte in ‘Adab al-Mufti wal Mustafti’ s.118:</p>
<p style="text-align: justify;">“„Es ist keine oberflächliche Angelegenheit gemäß der scheinbaren Bedeutung von dem, was Imam al-Schafi sagte, zu agieren. Aufgrund dessen, ist es nicht für jeden Faqih und erst Recht nicht für einen Laien (ammi) erlaubt, selbstständig mit dem, was er  als Beweise aus den Ahadith entnimmt, zu agieren..."</p>
<p style="text-align: justify;">Und Imam Taqi al-Subki hat eine Abhandlung genannt: ‘Ma'ana Qawl Imam al-Muttalibi’  über dieses ganze Thema  bezüglich dem Folgen des <em>Hadith</em><em>Madhab</em>, in der er am Anfang die Worte von Imam Ibn Salah und Imam al-Nawawi : (s.102) niederschreibt und sagt: und dem Folgen der</p>
<p style="text-align: justify;">“Dies ist eine Klarstellung der Schwierigkeit dieses Ranges und dass nicht ein jeder damit gettäuscht werden solle."</p>
<p style="text-align: justify;">Bemerke wie Imam al-Subki klar macht, wie schwer es ist den Rang und die Position zu erreichen, inder du fähig wirst gemäß dieser Aussage der Gründer der Madhab zu handeln. Er sagt auch, dass jemand nicht getäuscht werden sollte durch Arroganz und ihrem denken, dass sie qualifiziert sind für diese Ränge und die Madhab lassen können und dem <em>Hadith</em> folgen können.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>[Dies hier ist immernoch ein Rohentwurf, der eine Nachkontrolle nötig hat. Es ist entnommen aus 'Athar al-Hadith al-Scharif' von Scheich Muhammad Awwama und das Original beinhaltet weitaus detailliertere Eröterungen mit Beispielen.  Es wird gehofft, dass die ausgewählten Auszüge ausreichende Klarheit schaffen werden für jene, die bezüglich dieser Thematik einige Zweifel in sich finden.]</em></p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt abgesehen von Athar al-Hadith al-Scharif von Scheich Muhammad Awwama, spielt auch die Aussage von Imam Nawawi eine große Rolle im Verständnis dieser Aussage:</p>
<p>"Was Imam al-Shafi'i sagte, bedeutet nicht, dass jedermann, der eine <em>Sahih Hadith</em> sieht: „Dies ist die Madhab von al-Shafi", sagen sollte, also das Anwenden der rein äußerlichen oder scheinbaren Bedeutung von seiner Aussage. Mit dem was er sagte, wendete er sich ganz gewiss nur an solche Personen, die den Rang von <em>Idschtihad</em> in der <em>Madhab</em> haben. Es ist eine Voraussetzung für solch eine Person, dass er entschlossen überzeugt ist, dass entweder Imam al-Schafi'i unwissend bezüglich dieser Ahadith oder unwissend bezüglich derer Authentizität war. Und dies ist nur möglich, wenn man alle Bücher al-Schafi'is und ähnlichen Bücher seiner Anhänger - von jenen, die ihr Wissen und ähnliches von ihm angesammelt haben - geforscht hat. Dies ist Tatsächlich eine schwierig realisierbare Bedingung. Wenige unserer Zeit sind diesen Richtmaß gewachsen.</div>
</div>
<p style="text-align: justify;">Das, was wir erklärt haben, ist bedingt gemacht worden, weil Imam al-Schafi' das Handeln  rein auf die äußerliche Bedeutung von vielen Hadithen die er erklärte und wusste, verlassen hatte. Aber er bestand auf Beweise für die Beurteilung der Ahadith in ihrer Außerkraftsetzung oder für bestimmte Umstände und in ihren Auslegungen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>[Nawawî, al-Madschm‘ Sharh al-Muhadhdhab (1:64) - erwähnenswert ist, daran erinnere ich mich noch wie als wäre es gestern, dass einer der gebildeteren Salafis sich damals beschwerte, dass dieses Zitat gar nicht von al-Nawawi ist und es eine Lüge ist und er habe das Buch von vorne und hinten durchgelesen, aus dem wir es zitieren und er habe es nicht gefunden. Nun, nach ganz kurzer Recherche mit einem Freund fanden wir das Zitat: <a class="linkification-ext" title="Linkification: http://feqh.al-islam.com/Display.asp?Mode=0&amp;MaksamID=2&amp;DocID=24&amp;ParagraphID=98&amp;Diacratic=0" href="http://feqh.al-islam.com/Display.asp?Mode=0&amp;MaksamID=2&amp;DocID=24&amp;ParagraphID=98&amp;Diacratic=0">http://feqh.al-islam.com/Display.asp?Mode=0&amp;MaksamID=2&amp;DocID=24&amp;ParagraphID=98&amp;Diacratic=0</a>]</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies steht ebenfalls in I'laaus Sunnan von Muhaddith Zafar Ahmad Osmani (Rahmatullahi 'alayh):</p>
<p style="text-align: justify;">"Imam Scha'rani hat dies auch geschildert (s.o. die Äußerung „Wenn die Authentizität einer Hadith Sahih ist, dann ist dies meine Madhab."), bezogen auf die vier Imame. Es ist nicht verborgen (vom Verständnis), dass dies für diejenigen gilt, welche die Fähigkeiten( Verständnis und Qualifikation) in den Nusoos und die Kenntnis von den klaren Gesetzen und ihrer Außerkraftsetzung besitzen." (Band 2, Seite 226)</p>
<p style="text-align: justify;">Scheich Yusuf Isma'il al-Nabhani sagte in der Erörterung dieser Äußerung in seiner Abhandlung:</p>
<p style="text-align: justify;">„Wahrlich diese Aussage: „Wenn die Authentizität einer Hadith Sahih ist, dann ist dies meine Madhab", ist von jedem der vier Imame getroffen, welche frei von ihren persönlichen Meinungen waren. Die Audienz an dem diese Äußerung (Wenn die Authentizität einer Hadith Sahih ist, dann ist dies meine Madhab) gerichtet war, sind nur an ihre Ashab (die Fuqaha dieser Madhab), welche führende und ausgezeichnete Aimmah, die vollständig befähigt in den rationalen und narrationalen Wissenschaften (der Din) waren, sind. Diese Äußerung ist an jene großen 'Ulama gerichtet, welche nach diesen ausgezeichneten Aimmah unter ihrer Madhab kamen, jene die Ahlul Tardschih (jene, welche die Beweise untersuchen können) waren. Alle zusammen, welche die Hafizin der Ahadith von Rasulullah (Sallallahu 'alayhi wasallam) waren, waren sich über die Dalail (Beweisen) der Madhab vollständig bewusst.......Dies sind diejenigen, an welche die Imame (der Madhab) ihre Äußerungen gerichtet haben: „Wenn die Hadith Sahih ist, so ist es meine Madhab)."....Wahrlich, sie (die großen Fuqaha) sind imstande zwischen den Ahadith, von dem der Imam die Beweise abgeleitet hatte und die (neueste) Hadith, welches nach dem Imam als Authentisch anerkannt wurde in Einklang zu bringen. Sie (die ausgezeichneten Fuqaha) können sehen welches von den zwei Hadithen eher Authentisch, stark ist und welches von den beiden Ahadith der neuere ist, so dass der neuere die frühere Hadith aufhebt (Nasikh). (Hudschatul 'alal 'Alamin)</p>
<p style="text-align: justify;">Inschallah setzen wir diese Reihe fort.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>al-Tawassul &#8211; Hanbali &#8216;Ulama über die Praktik, welche angeblich Schirk sei</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 15:37:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antworten/Widerlegungen/Aufklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ulama über Tawassul]]></category>
		<category><![CDATA[Fiqh]]></category>
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		<description><![CDATA[As-Salamu 'Alaykum, Bekanntlicherweise behaupten die Salafiyya meistens, sie würden in Fiqh Themen den Hanbalis folgen. Auch ist uns bekannt, dass Ibnul Taymiyyah und Ibnul Qayyim Anhänger der Hanbalitischen Madhab waren und sich in ihrer Rechtssprechung nach ihren Grundlagen [Usul] richteten. Wir wissen auch, dass heute die Praktik, Allahs Wohlgefallen durch die Fürbitte des Propheten oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">As-Salamu 'Alaykum,</p>
<p style="text-align: justify;">Bekanntlicherweise behaupten die Salafiyya meistens, sie würden in <em>Fiqh</em> Themen den Hanbalis folgen. Auch ist uns bekannt, dass Ibnul Taymiyyah und Ibnul Qayyim Anhänger der Hanbalitischen Madhab waren und sich in ihrer Rechtssprechung nach ihren Grundlagen <em>[Usul]</em> richteten.<span id="more-343"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Wir wissen auch, dass heute die Praktik, Allahs Wohlgefallen durch die Fürbitte des Propheten oder durch die Einschließung seines Namens und seiner Erwähnung in unseren Du'as als ein Akt des <em>Schirk al-Akbar</em> gesehen wird. Solch ein<em> Schirk</em>, der nicht großartig anders sei als der <em>Schirk</em> der <em>Muschrikun</em> im damaligen Makkah. Und bekämpfte der Prophet <em>sallallahu 'alayhi wa sallam </em>nicht genau dies? Und was fällt den bösen Sufis eigentlich ein, sowas zu erfinden...</p>
<p style="text-align: justify;">Wir wollen in diesem Artikel zeigen, dass dies keine Praktik des <em>Schirk</em> ist, sondern erst einmal muss man verstehen, dass <em>Tawassul </em>gar kein <em>'Aqidah</em> Thema ist, sondern ein reines <em>Fiqh</em> Thema. Erst die Salafiyya haben es zu einem <em>'Aqidah</em> Thema gemacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Sehen wir doch mal, was die großen der Hanbali Madhab über Tawassul sagen:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: small;">Die Ansicht von Ibn Muflih und Scheich Ibn Imad al-Hanbali<br />
</span></span></p>
<div style="text-align: right;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: medium;">- قال برهان الدين بن مفلح(ت:803 هـ) في المبدع ( 2 / 204) : ـ " قال أحمد في منسكه الذي كتبه للمروذي : إنه يتوسل بالنبي ـ صلى الله عليه وآله وسلم ـ في دعائه , وجزم بـه في المستوعب وغـيره</span> " .</span></div>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Georgia;"><br />
Ibn Muflih sagte in <em>Al Mubdi'</em> (2/204): "Imam Ahmad sagte in seinem Mansak, was er zu Al-Marrudhi schrieb: <strong>"Man macht Tawassul durch den Propheten Sallallahu 'alayhi wa sallam."</strong></span></p>
<p>Diese Meinung wurde im Buch <em>"Al Mustaw'ab"</em> [von Ibn Imad] als völlig sicher eingestuft <em>(dschazama)</em>.</p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: small;">Scheichulislam Ibn Qudamah al-Maqdisis Ansicht</span></span></div>
<div style="text-align: justify;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></span></div>
<div style="text-align: right;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: medium;">قال ابن قدامه (ت:620 هـ)في المغني بعد أن نقل قصة العتبى مع الأعرابي : (ويستحب لمن دخل المسجد أن يقدم رجله اليمنى . . إلى أن قال : ثم تأتي القبر فتقول . . وقد أتيتك مستغفرا من ذنبي مستشفعاً بك إلى ربي . . ) ومثله في الشرح الكبير</span>.<br />
</span></div>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Georgia;"><br />
<strong>Ibn Qudama sagt in <em>Al-Mughni</em>,</strong><em> nach dem er die Geschichte von Al-'Utbi überliefert hat</em><strong><em> </em></strong>[bemerke: <em>Salafiyya </em>erklären die Geschichte als <em>Da'if</em> oder gar <em>Mawdu</em>]<strong><em>: </em>"Es ist empfehlenswert für denjenigen, der die Moschee betritt, dass er mit seinem rechten Fuss anfängt..</strong><em>(bis er sagte)</em><strong>...dann muss er sich dem Grab (des Propheten <em>Sallallahu 'alayhi wa sallam</em> nähern und sprechen: <em>"Ich bin zu dir gekommen um meine Sünden zu bereuen und um Shafa'a durch dich bei Allah zu machen."</em></strong></span></p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: small;">Imam Ibn Uqails Ansicht</span></span></div>
<div style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></span></div>
<div style="text-align: right;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: medium;">3-قال الإمام علي بن عقيل الذي هو أحد أركان الحنابلة المتوفى 503 هـ في كتابه التذكرة وهو مخطوط في ظاهرية دمشق :<br />
</span></span><span style="font-size: medium;"><br />
ويستحب له قدوم مدينة الرسول صلوات الله وسلامه عليه فيأتي مسجده فيقول عند دخوله : بسم الله اللهم صل على محمد وآل محمد وافتح لي أبواب رحمتك .. اللهم أني أتوجه إليك بنبيك صلى الله عليه وسلم بنبي الرحمـة يا رسول الله إني أتوجه بك إلى ربي ليغفر لي ذنوبي ، اللهم إني أسألك بحقه أن تغفر لي ذنوبي</span> .</div>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Georgia;">Ibn Uqail sagt in dem Buch <em>Ath-Thadkira</em>:</span></p>
<p style="text-align: justify;">"Es ist empfehlenswert, die Medina des Gesandten <em>Sallallahu 'alayhi wa sallam </em>zu besuchen. Daraufhin muss er zur der Moschee gehen und beim Eintritt spricht er: <em><strong>"Bismillah allahuma salli 'ala Muhammed wa 'ala Ali Muhammed"</strong></em> und <em><strong>"Iftih li abwaba rahmatik" </strong>(Öffne mir die Toren deiner Barmherzigkeit) </em><strong> durch den Propheten der Barmherzigkeit </strong><span style="font-family: Georgia;"><strong><em>Sallallahu 'alayhi wa sallam</em></strong></span><span style="font-family: Georgia;"><strong>.</strong><em><strong>"<br />
"</strong></em><strong>Allahumma! Ich wende mich zu dir durch deinen Propheten! <em>O Gesandter Allahs! (Ya Rasulallah!) Ich wende mich durch dich zu meinem Herrn, damit er meine Sünde vergibt!</em> O Allah! Ich bitte dich bei seinem Rang bzw. Recht bei dir</strong> (Haqihi: Rang, Recht)<strong><em> </em>dass du mir meine Sünde verzeihst."</strong></span></p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: small;">Imam Ibn Dschawzi al-Hanbalis Ansicht</span></span></div>
<div style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></span></div>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: right;"><span style="font-family: Georgia;">-<span style="font-size: medium;">الحافظ ابن الجوزي المتوفى (597 هـ)، في كتاب الوفا في فضائل المصطفى، جعل فيه بابين في المقام: باب‏ التوسل<br />
</span> </span><span style="font-size: medium;"><br />
بالنبي، وباب الاستشفاء بقبره</span>.</div>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Georgia;">In seinem Buch <em>Al Wafa fi Fada'ili al-Mustafa</em> schrieb er zwei Kapitel, in denen er paar Ahadith überlieferte. Ein Kapitel heißt: "Kapitel über <em>Tawassul</em>" und das 2. Kapitel heißt: "Istisiqa' (um Regen beten) durch seinen Grab."</span></p>
<p><strong> Al-Hafiz Ibn al-Dschawzi [rahimahullah] berichtet in seinem “Kitab al-Wafa” [S. 818 #1536]</strong></p>
<p style="text-align: justify;">[Al-Hafiz] Abu Bakr al-Minqari [rahimahullah] sagte: „Ich war mit [Al-Hafiz] Al-Tabarani und [Al-Hafiz] Abu al-Schaykh in der Moschee des Propheten [sallallahu 'alayhi wa sallam] in einigen Schwierigkeiten. Wir waren sehr hungrig. An diesem und dem nächsten Tag aßen wir nicht. <strong>Als es Zeit für 'Ischa [Nachtgebet] wurde, ging ich zum Grab des Propheten [sallallahu 'alayhi wa sallam] und sagte:<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>"O Gesandter Allahs, wir sind hungrig, sehr hungrig!" <em>[ya rasulullah al-dschu’ al-dschu’]</em> </strong>Dann ging ich wieder. Abu al-Schaykh sagte zu mir: ‚Setz dich hin. Entweder wird für uns Essen kommen, oder der Tod.’<br />
Ich und Abu al-Schaykh schliefen. Al-Tabarani blieb wach und recherchierte etwas. Dann kam ein ’Alawi [ein Nachkomme von Hz. Ali, radiyallahu anh] und klopfte an der Tür, zusammen mit 2 Jungen, von denen jeder einen Palmblatt-Korb gefüllt mit Essen trug. Wir standen auf und aßen. Wir dachten, dass die Kinder die Reste [des Essens] wieder mitnehmen würden, aber sie überliessen uns alles. Als wir fertig waren  sagte der ’Alawi:<strong> ‚Oh ihr Leute, habt ihr euch beim Propheten beklagt? Ich sah ihn in meinem Schlaf und er befahl mir euch etwas [zu essen] zu bringen.“</strong></p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: small;">Imam al-Bayhuti</span></span></div>
<div style="text-align: right;"><span style="font-family: Georgia;"><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: blue;"><br />
</span></span></span></strong></span></p>
<div style="text-align: right;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: medium;">-في كتاب كشاف القناع لمنصور بن يونس البيهوتي الحنبلي المتوفى سنه 1051هـ الجزء الثاني : </span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: medium;"> وقال السامري وصاحب التلخيص : لا بأس بالتوسل للاستقاء بالشيوخ والعلماء المتقين . وقال في المذهب : يجوز أن يستشفع إلى الله برجل صالح وقيل للمروذي : إنه يتوسل بالنبي في دعائه وجزم به في المستوعب وغيره ، ثم قال : قال إبراهيم الحربي : الدعاء عند قبر معروف الكرخي الترياق المجرب .</span></span></div>
</div>
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;"><strong><span style="font-family: Georgia;"><br />
</span></strong></span><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: x-small;">Al Bayhuti sagte in <em>Kashf Al Qina' </em>(Band 2):</p>
<p>"Samiri und der Verfasser vom 'Talkhiss' sagten: <strong>"Es ist erlaubt, Tawassul zu machen durch Shuyukh und fromme Gelehrte, damit es regne." </strong>ER sagte: <strong>"In dieser Madhab ist es erlaubt, dass man <em>Shafa'a</em> bei Allah erbittet durch einen frommen Mann.</strong>" Zu Al-Mardhawi wurde gesagt: <strong>"Man macht Tawassul durch den Propheten <em>sallallahu 'alayhi wa sallam</em> im Du'a."</strong> Diese Meinung wurde als 'definitiv richtig' in <em>Al Mustaw'ab</em> und andere Bücher erklärt. Dann sagte er: Ibrahim Al Harbi sagte: <strong>"Das Du'a am Grab von Ma'ruf Al Karkhi  ist die durch Erfahrung bestätigte Heilung."</strong></p>
<p></span></span></div>
<div style="text-align: justify;">
<p><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: x-small;">Das war nur einige der vorhandenen Ansichten über <em>Tawassul</em> - will jetzt jemand behaupten, dass diese 'Ulama alle Schirk gut geheißen haben? Sogar Ibn Qudamah, der Stützpfeiler der Hanbalitischen Madhab nicht den Schirk in seinen eigenen Worten, ja in der von ihm überlieferten Geschichte erkannte? Wie ungebildet waren sie doch in Sachen <em>Tawhid! </em>Was für 'Ulama uns doch nur den Islam gebracht haben, sie kannten ja nicht einmal den Unterschied von Tawhid und Schirk und versuchen uns die detailliertesten Themen über <em>Halal</em> und <em>Haram</em> zu erklären.</span></span></div>
<div style="text-align: justify;">
<p><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: x-small;">Ich hoffe der Leser merkt die Ironie...</span></span></div>
<div style="text-align: justify;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: x-small;">as-Salamu 'alaykum..</span></span></div>
<div style="text-align: right;"><span style="font-family: Georgia;"><span style="font-size: x-small;">Auszüge übersetzt von Abu Bilal al-Maliki</span></span></div>
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		<title>Aufklärung einiger Missverständisse und eine kleine Antwort zu verbreiteten Lügen</title>
		<link>http://blog.ahlu-sunnah.de/archives/145</link>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 14:07:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antworten/Widerlegungen/Aufklärungen]]></category>
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		<description><![CDATA[بسم الله لرحمن لرحيم والحمد لله الذي إليه استنادي وعليه اعتمادي وهو حسبي ونعم الوكيل وصلى وسلم الله وشرف وكرم وبجل وعظم على سيدنا محمد وعلى آله وصحبه الطاهرين As-Salamu Alaykum, Ich fühle mich gezwungen das hier zu schreiben, weil einige Dinge im Umlauf sind und Sachen erzählt und gesprochen werden, die uns persönlich betreffen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><strong>بسم الله لرحمن لرحيم</strong><strong></strong></p>
<p align="center"><strong>والحمد لله</strong></p>
<p align="center"><strong>الذي إليه استنادي وعليه اعتمادي وهو حسبي ونعم الوكيل</strong></p>
<p align="center"><strong>وصلى وسلم الله وشرف وكرم وبجل وعظم على سيدنا محمد وعلى آله وصحبه الطاهرين</strong></p>
<p style="text-align: justify;">As-Salamu Alaykum,</p>
<p style="text-align: justify;">Ich fühle mich gezwungen das hier zu schreiben, weil einige Dinge im Umlauf sind und Sachen erzählt und gesprochen werden, die uns persönlich betreffen und die ich nicht einfach so unbeantwortet bzw. ungeklärt lassen will. Viele Leute die auf diese Webseite kommen bemerken sicherlich gleich zwei Dinge:</p>
<p style="text-align: justify;">1-      Die negative Einstellung gegen die ‚Salafis'</p>
<p style="text-align: justify;">2-      Die positive Einstellung zu den ‚Sufis'</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist etwas, was abschreckt. Bei viele leuchten sofort die Alarmglocken wenn sie die Seite betreten und sie verlassen die Seite.<span id="more-145"></span>Uns wird vorgeworfen blind zu sein und beharrt auf unsere angeblichen „Erneuerungen" zu sein. Wir würden nie über Bida' sprechen etc. sondern alles und jedes verteidigen, was auch nur in ihren Ansichten als Bida' existiert. Unsere Absicht sei die Verteidigung der Erneuerungen der ‚Sufis' und die Erniedrigung der ‚Wahabiten' weil diese ‚schönen Wahabiten' so fromme Anhänger von „Quran und Sunnah" seien.</p>
<p style="text-align: justify;">Das mag aus der subjektiven Sicht vielleicht richtig sein, aber nicht aus der Sicht des objektiven Lesers. Mit dieser Beschuldigung werden uns bestimmte Dinge unterstellt:</p>
<p style="text-align: justify;">1.       Wir seien indirekt Feinde von Quran und Sunnah, weil wir ihre angeblichen frommen Anhänger angreifen und uns gegen die Lügen  die sie verbreiten wehren.</p>
<p style="text-align: justify;">2.       Wir seien blind darin Menschen und Gruppen zu verteidigen, die sich offen gegen Allah Subhanahu wa Ta'ala und seinen Gesandten Muhammed Mustafa Sallallahu alayhi wa sallam gestellt haben, warum auch immer.</p>
<p style="text-align: justify;">3.       Wir würden Lügen verbreiten über Allah und seinen Gesandten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir suchen Zuflucht bei Allah ar-Rahman und al-Ghaffar.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich will erst einmal klären, wieso wir diese Seite überhaupt aufgebaut haben und unsere Absichten, die wir dahinter verfolgen.</p>
<p style="text-align: justify;">Erst einmal soll gesagt sein, dass unsere Absichten nicht die Verteidigung von Bida' ist oder das gutheißen von Haram und Makruh ist. Wir sind und waren nie fanatische Anhänger einer Madhab und unsere Absicht ist es nicht irgendwelche falschen Handlungen oder falschen Dinge zu verteidigen. Im Gegenteil. Wir sind Muslime die versuchen, die Ahlu Sunnah wal Dschaamah einschließlich ihrer vier Madhab, zwei Aqidah Schulen und allem, was dazu gehört, zu verteidigen. Als wir diese Webseite geöffnet haben, gab es und bis dato gibt es immernoch keine Seite, welche die Ansichten der Ahlu Sunnah verteidigt und jene widerlegt, die schamlos und charakterlos über die Gelehrten herziehen und über all jene Muslime, die den Islam zu uns getragen haben. Unsere Absicht ist nicht, das wir eine bestimmte Gruppierung entblößen oder uns gegen sie verteidigen weil wir bestimmte Mitglieder (Allah bewahre) hassen oder weil wir denken, die sind alle böse oder dergleichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nein. Unsere Absicht ist die Bewahrung der Ahlu Sunnah wal Dschaamah mit all ihren Gelehrten und all ihren Frommen. Unsere Absicht ist die Bewahrung der <strong>wahren Ansichten</strong> von den <em>Salaf us-Salihin </em>und die Verteidigung der Khalaf. Unsere Absicht ist es den Islam vor der Zerstückelung zu bewahren, wo jeder einzelne ein Mufti geworden ist und wo der Respekt zu Ulama auf den tiefsten Punkt gesunken ist. Wir verteidigen die reine Lehre von Allah und seinem Gesandten und zwar die Lehre, welche die Ahlu Sunnah wal Dschaamah uns bis heute gebracht hat. Wir verteidigen nicht die Lehren Scheich Ibnu Tayymiyahs, Scheich Ibnul Qayyims und insbesonders nicht die Lehren Muhammad ibn Abdulwahab al-Nadschdis, aber wir verteidigen auch nicht die eigenen Lehren von Imam al-Qurtubi, Al-Qadi Iyyad oder irgendeiner anderen Person, sondern wir verteidigen einzig und allein Ahlu Sunnah wal Dschaamah, das korrekte Verständis der Ulama von Quran und Sunnah. Wir verteidigen all jene, die die essenziellen Wahrheiten gesprochen haben und diese Wahrheiten verteidigen wir. Uns geht es nicht um die blinde Anhängerschaft von bestimmten Gelehrten, Allah bewahre, uns geht es um die Treue und um den Respekt vor all jenen, die dem Islam ihr Leben gegeben haben und die den Quran und die Sunnah richtig verstanden haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir verteidigen die traditionelle sunnitische Gelehrtenschaft, eben jene, die uns die Diin überbracht haben. Wir richten uns an diese Gelehrte und nicht an unsere Hawa oder an unseren Nafs. Wenn die Mehrzahl der Ulama über eine Sache gesprochen haben, dann richten wir uns an die Mehrzahl dieser Ulama und nicht an die einzelnen kuriosen Ansichten, welche vereinzelte Personen an den Tag legen.</p>
<p style="text-align: justify;">Alhamdulillah, wir haben immer die Aussagen der Ulama akzeptiert ohne uns zu wehren, wenn sie wirklich von ihnen ausgesprochen wurden. Wir haben uns niemals dem blinden befolgen von bestimmten Ansichten hingegeben. Wie oft habe ich schon einige Details in meinem Wissen und meinen Ansichten gerade biegen müssen und habe es gerne getan.</p>
<p style="text-align: justify;">Wallahi, unsere Absicht besteht nur darin den Muslimen der Ahlu Sunnah wal Dschaamah ihre Aqidah richtig zu überbringen. So zu überbringen, wie sie von Muhammed Mustafa Sallallahu alayhi wa sallam verstanden wurde und überbracht wurde, so wie sie von den Sahaba verstanden und überbracht wurde und wie von den Salaf und Khalaf. Unsere Absicht ist die Verteidigung eben jener reinen Aqidah, die nur aus der Erhabenheit Allahs besteht und nur daraus besteht, Allah frei von jeglichem Makel und Fehlern zu erklären. Das ist der Sinn und das Ziel von Aqidah. Wir schreiben Allah Subhanahu nur  das zu, was er und sein Gesandter Allah zugeschrieben haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Wallahi, unsere Absicht besteht nur darin den Muslimen der Ahlu Sunnah wal Dschaamah ihre A'mal und ihre Ibadat richtig beizubringen, indem wir die Schulen des Fiqh verteidigen. Wir verteidigen Imam Abu Hanifa Numan ibnu Thabit und seine Ansichten genauso wie wir Imam Malik ibn Anas, Imam Muhammad ibn Idris al-Schafii und Imam Ahmad ibnu Hanbal und ihre Ansichten verteidigen <em>Rahimahullah</em>. Wir machen keinen Unterschied zwischen den Madhahib und versuchen den Muslimen zu erklären, was eine Madhahib ist und wieso sie gezwungen sind, sich an eine dieser Madhahib zu richten und wieso sie sonst all ihre A'mal umsonst machen. Und auch hier geht es wieder nicht um die Verteidigung einiger Menschen, sondern hier geht es um die Verteidigung des korrekten Verständnisses. Verständnis darüber, was Allah und sein Gesandte von uns wirklich wollten. Uns geht es nicht um Imam Abu Hanifa oder Imam Malik, nein, uns geht es um das korrekte Verständnis von den Befehlen Allahs und seinen Gesandten. Deswegen folgen wir einer Madhab, die von tausenden Ulama befolgt wurde, verfeinert wurde und von Fehlern ausgemerzt wurde. Wären wir blinde Befolger von den Urvätern der Madhab, würden wir die Ansichten Imam Muhammad asch-Schaybanis oder die Ansichten Imam Abu Yusufs nicht annehmen, da sie ihrem Lehrer Imam Abu Hanifa in Furu' - Zweigthemen -  widersprochen haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch besonders wichtig ist auch eine Sache die wir tun und bei vielen negativ betrachtet wird nämlich die Verteidigung des Tasawwuf/Sufismus. Bei vielen Leuten schlagen, wie schon gesagt, sofort die Alarmglocken wenn sie dieses Wort hören. Sie denken sofort an Leute, welche die Scharia nicht einhalten, welche der Sunnah keine Achtung schenken, ja sogar an jene, welche den Islam als Mittel zum Zweck sehen und auch andere Religionen als Mittel zum Zweck akzeptieren. Sie sehen sie als die verrückten und betrunkenen Esoteriker/Mystiker, wie sie im Westen dargestellt werden. Sie denken an die Touristen Attraktion der drehenden Mawlawis in der Türkei.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist verwunderlich, dass diese Leute eine absolute Feindschaft gegen Tasawwuf haben, aber sie keinerlei Ahnung über die Materie haben. Ihre eigenen Gedankenväter waren nicht einmal feindlich zu Tasawwuf eingestellt, kein einziger Gelehrter hat sich gegen den Tasawwuf ausgeprochen, wa iyazubillah. Es gab immer Leute, welche bestimmte Aspekte kritisiert haben, wir lehnen die Tatsachen nicht ab. Jedoch gab es keinen, der die gesamte Materie vollkommen abgelehnt hat, weil sie wussten, der Tasawwuf ist ein Zweig des Islams, der unbedingt zum Baum des Islams gehört, so wie der Fiqh und die Hadithwissenschaft und die Wissenschaften des Tafsir etc.</p>
<p style="text-align: justify;">Beispielsweise werden wir von Scheich Ibn Taymiyyah sehen, dass er zwei Bänder seines Madschmua al-Fatawa (nämlich Band 15 und 16) ausschließlich dem Tasawwuf gewidmet hat. Wir werden Ansichten von ihm sehen können (welche wir inschaAllah noch in diesem Blog veröffentlichen mit Scans) die absolut für einige ‚sufistisch' sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch sehen wir Ibn Qayyim al-Dschawziyyah wie er das Buch Madaridschus Salikin geschrieben hat. Allein das Wort ‚Salik' - der Reisende - ist ein Wort aus dem Tasawwuf, dass den Murid beschreibt. Wenn man dann noch sieht zu welchem Buch dieses Buch eine Erläuterung ist, dann wird man vollends als ein Feind des Tasawwuf schockiert sein. Es ist ein Scharch zu al-Harawi al-Ansaris extremen Sufi Handbuch namens <em>Manazil al-Sa'irin ila al-Haqq. </em></p>
<p style="text-align: justify;">Auch diskutiert Ibn Qayyim in seinem <em>Schifaa'ul Alil </em>was Fana und Baqa bedeuten, zwei Tasawwuf Fachausdrücke, welche der Sufi am Ende erreicht und befürwortet diese.</p>
<p style="text-align: justify;">Der berühmte Imam Nawawi rahimahullah ist jemand, der auch unter den Salafis beliebt ist und dessen Kommentar zu Sahih Muslim und seine 40 Hadith Sammlung bei ihnen geachtet und geliebt ist sowie auch sein Riyadus-Salihin. Auch seine Fatawa und Meinungen im Fiqh werden von ihnen nicht selten zitiert. Kein geringerer als dieser Imam Nawawi schreibt in seinem <em>al-Maqasid fi al tawhid wa al-'ibada wa usul al-tasawwuf </em>(Die Zwecke des Tawhid, der Anbetung und das Fundament der Selbstreinigung (usul al-tasawwuf))</p>
<p style="text-align: justify;">"Die Pfeiler des Weges der Sufis sind 5:</p>
<p style="text-align: justify;">1. Das Halten der Präsenz Allahs im Herzen, sowohl in der Öffentlichkeit, als auch im Privaten<br />
2. Der Sunnah des Propheten sallallahu alayhi wa sallam zu folgen in Tat und Wort<br />
3. Sich von den Menschen fernhalten und davon sie zuviel zu fragen  (Es ist gemeint nicht zuviel Zeit mit den Menschen zu verbringen und sich lieber auf Ibada zu konzentrieren um das Herz nicht von Allah abzulenken)<br />
4. Zufrieden zu sein dem, was Allah dir gab, auch wenn es wenig ist<br />
5. Sich mit seinen Angelenheiten immer an Allah zu wenden"</p>
<p style="text-align: justify;">Allein die Tatsache, dass jemand wie Imam Nawawi den Tasawwuf neben Begriffen wie Tawhid und Ibada stellt ist schon etwas.</p>
<p style="text-align: justify;">Letztendlich gab es gewiss ‚Sufis', die vom richtigen Weg abgekommen sind. Doch diese Menschen gibt es überall und in jeder Gruppierung und in jedem Bereich. Doch den Tasawwuf abzulehnen ist eine erschreckende Sache und ist etwas, womit sich jeder selbst ins eigene Fleisch schneidet. Man hat so eine feindliche Einstellung bekommen, dass man nicht mal mehr Tasawwuf sagt sondern andere Wörter oder Bezeichnung für die gleichen Inhalte benutzt. Allah soll uns helfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bitte jeden Leser zu beachten, das wir niemals Artikel veröffentlichen, die wir selber geschrieben haben, sondern wir veröffentlichen nur Übersetzungen aus den Büchern von den Ulama. Deswegen bitte ich jeden offen an die Artikel heranzugehen und sie zu lesen und ihren Inhalt zu verstehen und zu begreifen, dass diese Dinge nicht unsere Worte sind, sondern die Worte der Ulama.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit der Bitte für Dua,</p>
<p style="text-align: justify;">Revan ibn Muhammed</p>
<p style="text-align: justify;">As-Salamu Alaykum</p>
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