Scheich Ibn Taymiyyah – Ein Götzendiener?
Bismillah
Nahmaduhu wa nu salli 'ala rasulihil karim,
as-salamu 'alaykum,
Ja, der Titel ist wirklich offensiv. Angreifend. Provokant. Böse. Paradox. Scheich und Muschrik zur gleichen Zeit? Er sticht in die Herzen, er tut weh. Doch leider muss er sein - wegen der Aufmerksamkeit, die ich will? Sicherlich. Aber auch weil ich die Widersprüchlichkeit der Salafis damit darstellen will.
Stellen wir uns nun mal einen Mann vor. Er sitzt in der Salafi Moschee, hat einen Bart, einen wunderschönen Turban und er riecht nach 'Ud oder Moschus. Ein Ebenbild der Sunna scheint er zu sein. Einige Brüder [Salafis] setzen sich zu ihm, sie fangen an miteinander zu plaudern. Da kommt das Thema über 'Awliya [ich bezweifel dass die Salafis jemals über so etwas reden], und dieses Ebenbild der Sunna sagt: "Ja, die 'Awliya! Die sind 'adschib! Sie sind höher als die Engel! Sie verteilen die Versorgung, sie verwalten das Universum! Sie benutzen die Schöpfung, beschützen Menschen und helfen ihnen! Ja! Allah kann ihnen sogar das "Kun" geben, womit sie über eine Sache nur "Sei!" sagen müssen und es wird sein! Subhanallah! Was Allah diesen 'Awliya doch alles gewährte! Allein das Denken an sie bringt zu Allah näher! Wenn man an sie denkt, dann nähert man sich der Liebe Allahs! Je öfter man an sie und je stärker man an sie denkt, ja, sogar das Vorstellen von ihnen überall ist ein starker und großer Weg um die Liebe Allahs zu erreichen! Ja... sie liebten Allah so sehr, dass sie sich selbst vergaßen und nur noch Allah spürten und nur noch Allah "sahen", so sehr, dass sie sagten: "Unter diesem Mantel ist niemand außer Allah! Ach! Wie sehr dürstet es mich nach einer Sitzung von Sama' und Dhirk, in denen das Herz bebt, man weint, schreit, in Ohnmacht fällt, die Körper hin und her schaukeln aus Entzückung!"
Über Ibn Taymiyya ..
Ibn Taymiyya hat den Islam wertvolle Dienste erwiesen. Wer auch immer es sein mag – man muss auch das Gute von jenen anerkennen die aufrichtig für diesen Din gearbeitet haben. Wir haben kein Recht dazu jeden die einen Fehler machen aus dem Raum zu werfen. Das ist auch nicht richtig. Wir sind dazu verpflichtet hier Maßvoll zu sein und die Fähigkeit zu besitzen das Gute vom Schlechten zu unterscheiden.
Haltung der Hände im Gebet: ‘Allamah Ibn Taymiyyah
Ich bin auf eine interessante Diskussion gestoßen, in der es darum ging, wohin die Hände während des Gebets platziert werden sollten. Ich las dies in 'Allamah Ibn Taymiyyahs Kommentar zu Imam Ibn al-Qudamas Hanbali Fiqh Matn namens „Al-Umdah". Ich dachte zurück und fragte mich, wie wunderbar es gewesen wäre, hätten wir damals, 1990, auf dieses Schriftstück Zugriff gehabt, als wir verzweifelt nach Beweisen für die Hanafi Meinung, nämlich das Platzieren der Hände unterhalb des Bauchnabels, suchten.
Ich war mir nicht sicher wie ich den letzten Abschnitt der Diskussion übersetzen solle, deswegen habe ich ihn ausgespart, es ändert jedoch überhaupt nichts an der Bedeutung des Abschnitts an sich. Auch ein Druckfehler war, soweit ich dies zu beurteilen vermag, enthalten, welchen ich beim Übersetzen ausmerzte.
Ibn Taymiyyah über die Bewegung beim Dhikr
Ibn Taymiyyah rahimahullah sagt in seinem Fatawa, 1:221 und Ibn Qayyim in seinem Madaridsch as-Salikin: "Was in den Sitzungen des Dhikr oder Sama' geschieht, wie das Beben des Herzen, das Weinen, das Zittern und das Schaukeln des Körpers - dies sind die besten Zustände, die im Qur'an [39:23] erwähnt wurden.
Der Naqschibandi Mythos -IV- das ‘Kun’ der ‘Awliya
Punkt 2: Der Naqschibandi Glaube: Der Schaich hat Anteil an den Befehlen Allahs.
Auf Seite 33 des Buches „Mercy Oceans - Teil 1" steht:
„Die Macht des Wali ist so, dass er nur Kun [sei] sagen muss, und es wird sein."
Das obige ist ein weiteres Beispiel des Schirks hinsichtlich der Herrschaft Allahs. Der islamische Grundsatz der Herrschaft Allahs sagt aus, dass kein erschaffenes Wesen Anteil an Allahs Attributen und grenzenlosen, gewaltigen Qualitäten haben kann. Jeder Versuch, der Schöpfung göttliche Attribute zu geben, bedeutet Schirk - der Gegensatz zu Tawhid.