2Jun/100

Al-Dschuwayni, Tafwid und Ibn Hadschars Erklärung

Ibn Hadschar zitiert Imam Dschuwayni und kommentiert in Fath al-Bari

Imam Al-Haramayn (Ibn al-Dschuwayni) schreibt in Ar-Risalat An-Nizamiyyah:

„Der Weg der Gelehrten hat sich getrennt bezüglich den Texten, welche die Attribute Allahs [dhawaahir] enthalten im Buch und in der Sunnah; Manche hatten die Ansicht, dass diese Bildlich interpretiert werden sollten und erklärten solche Interpretationen als nötig für die Verse im Quran und der Sahih Ahadith. Die Salaf nahmen Abstand davor, bildlich zu interpretieren und ließen diese dhawaahir wie sie geschrieben wurden und überließen die Bedeutung Allah, dem Allmächtigen. Wir sind zufrieden in unserer Ansicht und in unserem Glauben an Allah den Salaf zu folgen. Der Beweis in den Texten ist eindeutig, dass der Konsens der Nation ein Beweis ist, dem man folgen kann; wenn es also der Fall ist, dass einige Leute diese dhawaahir bildlich interpretieren in solch einem Maße, dass sie sich selber kontrollieren können in solchen Beschäftigungen innerhalb des Zweiges der Scharia, (so ist dies angemessen). Die Ära der Sahaba und Tabi’in jedoch ist vorbeigegangen, indem sie solche Interpretationen vermieden haben, und so ist es die Ära der Salaf, der wir folgen.“ [Hier endet die Aussage von Imam al-Haramayn]

Ich habe davor die Ansichten der dritten Generation von Gelehrten und Juristen von verschiedenen Städten erwähnt, wie al-Thawri, Al-Awza’i, Malik, Al-Layth und deren Zeitgenossen und auch von den Imamen, die von ihnen genommen haben. Wenn dies so ist, wie können wir etwas nicht legalisieren, was mit Übereinstimmung der ersten drei Generationen, welche die besten aller Generationen sind, legal war? Dies wird jeder, der die Schari'a versteht, einsehen.

Manche haben die Ansichten der Leute in dieser Angelegenheit in sechs Kategorien geteilt:

Zwei Gruppen sagen, dass man sie mit ihrer äußeren Bedeutung (der Dhahri, offensichtlichen) annehmen soll:

* Die Ersten glauben, dass dies die gleichen Attribute sind wie die Attribute der Schöpfung; dies sind die Muschabbahah und viele andere Ansichten spalten von ihrer Ansicht ab.
* Die Zweiten leugnen, dass diese gleich sind zur Schöpfung, da nämlich die Essenz (dhat) von Allah nicht gleich ist zu irgendeiner anderen Essenz, so folgt es, das seine Attribute (sifat) nicht gleich sind zu irgendwelchen anderen Eigenschaften, denn alle Attribute von der beschreibbaren Existenz (mawsuf) haben ein gegenteilige Essenz und Realität.

Zwei andere Ansichten sagen, dass dies von den Attributen Allahs sind aber nicht wörtlich genommen werden dürfen:

* Die Ersten sagen, wir interpretieren nichts darüber sondern sagen, Allah weiß am besten ihre Bedeutung.
* Die Anderen interpretieren es bildlich. So interpretieren sie Istiwa als Istila (beherrschen) und Yad als Qudrah (Macht) etc..

Zwei Ansichten sagen, dass dies nicht notwendig Attribute sind:

* Die Ersten sagen, dass es möglich ist, dass dies Attribute sind, jedoch die wörtliche Bedeutung nicht gemeint ist, aber es kann auch sein, das es keine Attribute sind.
*
Die Anderen sagen, dass man dies nicht einmal besprechen sollte, sondern einfach daran glauben sollte, da sie von den Mutaschabih (unklaren Versen) sind, deren Bedeutung nicht erfasst werden kann.

فتح الباري، شرح صحيح البخاري - للإمام ابن حجر العسقلاني

المجلد الثالث عشر >> كِتَاب التَّوْحِيدِ >> باب وَكَانَ عَرْشُهُ عَلَى الْمَاءِ وَهُوَ رَبُّ الْعَرْشِ الْعَظِيمِ

وقال إمام الحرمين في الرسالة النظامية اختلفت مسالك العلماء في هذه الظواهر فرأى بعضهم تأويلها والتزم ذلك في آي الكتاب وما يصح من السنن، وذهب أئمة السلف إلى الانكفاف عن التأويل وإجراء الظواهر على مواردها وتفويض معانيها إلى الله تعالى والذي نرتضيه رأيا وندين الله به عقيدة اتباع سلف الأمة للدليل القاطع على أن إجماع الأمة حجة فلو كان تأويل هذه الظواهر حتما لأوشك أن يكون اهتمامهم به فوق اهتمامهم بفروع الشريعة، وإذا انصرم عصر الصحابة والتابعين على الإضراب عن التأويل كان ذلك هو الوجه المتبع انتهى.

وقد تقدم النقل عن أهل العصر الثالث وهم فقهاء الأمصار كالثوري والأوزاعي ومالك والليث ومن عاصرهم، وكذا من أخذ عنهم من الأئمة، فكيف لا يوثق بما اتفق عليه أهل القرون الثلاثة، وهم خير القرون بشهادة صاحب الشريعة، وقسم بعضهم أقوال الناس، في هذا الباب إلى ستة أقوال قولان لمن يجريها على ظاهرها أحدهما من يعتقد أنها من جنس صفات المخلوقين وهم المشبهة ويتفرع من قولهم عدة آراء، والثاني من ينفي عنها شبه صفة المخلوقين لأن ذات الله لا تشبه الذوات فصفاته لا تشبه الصفات فإن صفات كل موصوف تناسب ذاته وتلائم حقيقته، وقولان لمن يثبت كونها صفة ولكن لا يجريها على ظاهرها، أحدهما يقول لا نؤول شيئا منها بل نقول الله أعلم بمراده، والآخر يؤول فيقول مثلا معنى الاستواء الاستيلاء، واليد القدرة ونحو ذلك، وقولان لمن لا يجزم بأنها صفة أحدهما يقول يجوز أن تكون صفة وظاهرها غير مراد، ويجوز أن لا تكون صفة، والآخر يقول لا يخاض في شيء من هذا بل يجب الإيمان به لأنه من المتشابه الذي لا يدرك معناه

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