Das Treffen ad-Dahlawis mit einem gelehrten Dschinn

Er (Scheich Abdulrahim al-Dahlawi) sagte: „In Akarabad, auf dem Weg zurück vom Unterricht des Mir Muhammad Zahid, lief ich an der Tür von Sayyid Lutf Sawnpatti vorbei und sah ihn dort verzweifelt stehen. Ich fragte nach dem Grund und er antwortete: Ich bin in ein merkwürdiges Problem verstrickt und nahm mich mit in sein Haus. Ein Dschinn hatte Macht über eine seiner weiblichen Familienmitglieder ergriffen und als er mich sah [während er im Körper der Frau war], stand er aus Respekt auf und gab mir Salam.

Ich fragte: „Wer bist du?”

Er antwortete: „Mein Name ist ‘Abdullah und ich studiere bei den Lesungen von Muhammad Tahir, während ich in einer menschlichen Form bin. An dem Tag, als du Akarabad betratest und Muhammad Tahir mit seinen Studenten dich außerhalb der Stadt schon empfing, war ich ebenfalls zwischen ihnen. Ich kenne dich sehr gut, auch wenn du mich nicht kennst.”

Ich fragte: „Was studierst du?”

Er antwortete: „Das Kapitel über Mafool Mutlaq in Kafiyyah, in dem der Autor labbayk wa sadayk erörtert.”

Ich sprach: „Erkläre mir diese zwei Worte auf einer grammatikalischen Weise, wie es Studenten des Wissens nicht tun könnten.” Er fing mit der Erklärung an.

Ich sagte: „Ich werde ein Wort für dich bei Muhammad Tahir einlegen, damit er dir besondere Aufmerksamkeit beimisst.”

Er erwiderte darauf: „Wenn er herausfindet, dass ich ein Dschinn bin, wird er mir nie wieder etwas lehren.”, und sprach weiter: „Mein Brauch ist, dass ich jede Nacht in vier Teile einteile. In einem dieser Teile bete ich, die zweite verbringe ich mit nafi wa ithbat [eine Form des Dhirk], in der dritten verbessere ich Kafiyah und im letzten Teil ruhe ich. Den gesamten Tag verbringe ich mit Muhammad Tahir. Diese Frau hier hat an meinen Platz uriniert, somit unrein gemacht und meinen Brauch unterbrochen, weswegen ich ihr Probleme mache.

Er gab ein Befehl, dass der Ort sofort gereinigt werden solle und parfümiert. Nach diesem Abkommen ging er und in dem Moment kam die Frau zu Bewusstsein und bedeckte aus Scham und Schüchternheit ihr Gesicht. [Anfas al-Arifin, Schach Waliyyullah ad-Dahlawi]

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Autor: Revan
Datum: Samstag, 26. Dezember 2009 7:08
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Zitate&Überlieferungen von 'Ulama/'Awliya

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3 Kommentare

  1. 1

    Das ist wahrlich wunderschön und unglaublich zugleich, eine sehr erstaunliche Geschichte, mashaAllah.

  2. 2

    Esselamu aleykum

    Kann es sein, dass ein kleiner Rechtschreibfehler im Text ist? Es handelt sich um folgende Stelle.
    “An dem Tag, also du Akarabad betratest und Muhammad Tahir mit seinen Studenten dich außerhalb der Stadt schon empfing, war ich ebenfalls zwischen ihnen.”

    Das Wort “also” müsste doch eigentlich “als” heißen, oder?

    Ve Esselamu aleykum

  3. 3

    ‘alaykumsalam,

    haben es korrigiert, allah sei zufrieden mit dir.

    as-salamu ‘alaykum

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