Abdulqadir Jilani und das Ergebnis von Respektlosigkeit

Der folgende Bericht von Abdulqadir al-Jilanis/Geylanis/Gilanis erstem Treffen mit dem Scheich Yusuf al-Hamadani ist überliefert von Ibn Hadschar al-Haythami in seinem Fatawa Hadithiyya: „Abu Said Abdullah ibn Abi Asrun (g.585), der Imam der Schafiitischen Schule, sagte:  „Als ich die Suche nach religiösem Wissen begann, begleitete ich meinen Freund, Ibn al-Saqa, einen Studenten der Nizamiyya Schule und es war unsere Absicht, einen der Frommen zu besuchen. Wir hörte, das es in Bagdad einen Mann namens Yusuf Al-Hamadani gab, welcher als Al-Gawth bekannt war und dass er fähig war, wann er will aufzutauchen und zu verschwinden. So entschließte ich ihn zu besuchen mit Ibn al-Saqa und Scheich Abdulqadir al-Jilan, welcher damals ein junger Mann war. Ibn al-Saqa sagte: „Wenn wir Scheich Yusuf Hamadani besuchen, werde ich ihn eine Frage stellen, dessen Antwort er nicht kennen wird.”  Ich sagte: „Ich will ihm ebenfalls eine Frage stellen und bin interessiert daran, was er mir antworten wird.”  Scheich Abdulqadir al-Jilani sagte: „O Allah, bewahre mich davor einen der Awliya wie Yusuf al-Hamadani eine Frage zu stellen! Ich werde zu ihm gehen und um seinen Segen bitten und heiliges Wissen erwünschen.”

Wir betraten seine Versammlung. Er verschleierte sich vor uns und wir sahen ihn eine Zeitlang nicht. Er blickte zornig auf Ibn Al-Saqa und sagte, ohne über seinen Namen davor informiert zu werden: „O Ibn al-Saqa, wie wagst du es mir eine Frage zu stellen, wenn deine Absicht es ist, mich zu verwirren? Deine Frage ist dies und deine Antwort ist dies!” Dann sagte er: „Ich sehe das Feuer des Unglaubens in deinem Herzen brennen.” Er blickte auf mich und sagte: „O Abdullah! Fragst du mich etwas und erwartest du eine Antwort? Deine Frage ist dies und deine Antwort ist dies. Lass die Leute trauern um dich, denn sie werden verlieren wegen deiner Respektlosigkeit, die du vor mir gezeigt hast.” Dann blickte er auf Scheich Abdulqadir, ließ ihn neben sich sitzen, zeigte ihm Ehre. Er sagte: „O Abdulqadir, du hast Allah und seinen Gesandten zufrieden gestellt mit deinem Respekt mir gegenüber. Ich seh dich in der Zukunft an einer hohen Stelle sitzen in Bagdad, sprechend zu den Menschen und führend, wobei du sagst, dass dein Fuß auf dem Nacken eines jeden Awliya sich befindet. Auch sehe ich fast vor meinen Augen, wie jeder Awliya deiner Zeit dir Vorrang gibt wegen deiner hohen Station und deiner Ehre.”

Ibn Abi Asrun erzählt dann weiter: „Abdulqadirs Ruhm vermehrte und verbreitete sich und alles, was Scheich Hamadani sagte, geschah auch. Es kam eine Zeit, wo er sagte: „Mein Fuß ist auf dem Nacken aller Awliya”, und er war ein Beweis und Leuchtfeuer darin, die Menschen zu ihrer Bestimmung zu führen.

Das Schicksal von Ibn Al-Saqa war etwas anderes. Er war brilliant im Wissen des Heiligen Gesetzes. Er überschritt alle Gelehrten seiner Zeit. Er debattierte mit den Gelehrten seiner Zeit und besiegte sie, bis der Kalif ihn zu sich einlud. Eines Tages sand der Kalif ihn als ein Abgeordneten zum König von Byzans, welche alle christlichen Priester und Gelehrte versammelte, um mit ihm zu debattieren. Ibn al-Saqa war fähig sie alle zu besiegen in der Debatte. Sie waren unfähig ihm zu antworte. Er gab ihnen Antworten, welche sie wie kleine Kinder und bloße Studenten aussehen ließ.

Seine Brillianz faszinierte den König von Byzans so sehr, das er ihn zu einem privaten Familientreffen einlud. Dort sah er die Tochter des Königs und verliebte sich sofort in sie. Er fragte ihren Vater, den König, um ihre Hand. Sie lehnte dies ab. Wenn er jedoch ihre Religion akzeptieren und annehmen würde, würde sie einwilligen. Er machte es, verließ den Islam und akzeptierte das Christentum. Nach seiner Heirat wurde er ernsthaft krank, sie warfen ihn aus dem Palast und er wurde ein Bettler in der Stadt, fragte jeden um etwas essbares, jedoch niemand gab ihm was. Finsternis hatte sich über sein Gesicht gelegt.
Eines Tages sah er jemanden, der ihn davor kannte. Die Person überliefert: „Ich fragte ihn: „Was ist passiert mit dir?” Er sagte: „Es gab eine Verführung und ich verfiel dieser.” Der Mann fragte: „Erinnerst du dich an irgendwas aus dem Heiligen Quran?” Er sprach: „Ich erinnere mich nur an „rubbama yawaddu al-ladhina kafaru law kanu muslimin” - - „Wieder und wieder werden diejenigen, die nicht glauben, wünschen, sie wären Muslime gewesen.”
Er zitterte als würde er seinen letzten Atemzug machen. Ich drehte ihn Richtung Kaaba, aber er drehte sich wieder Richtung Osten. Dann drehte ich ihn wieder zur Kaaba, aber er drehte sich wieder zum Osten. Ich drehte ihn zum dritten mal, doch er drehte sich wieder zum Osten weg. Dann, als seine Seele von ihm genommen wurde, sprach er: „O Allah, dies ist das Ergebnis meiner Respektlosigkeit gegenüber deinem Awliya, Yusuf al-Hamadani.”
Ibn Abi Asrun erzählt weiter: „Ich ging nach Damaskus und der König dort, Nur al-Din al-Schahid, setzte mich ein für die Kontrolle Religiöser Angelegenheiten und ich nahm es an. Als ein Ergebnis dessen kam die Dunya von allen Seiten über mich: Nahrung, Unterhalt, Ruhm, Geld und Status für den Rest meines Lebens. Dies war, was der Gawth Yusuf Hamadani mir gesagt hatte.” (1) al-Haythami, Fatawa al-Hadithiyya 315-316.

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Autor: Revan
Datum: Donnerstag, 2. Juli 2009 12:52
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6 Kommentare

  1. 1

    Selam aleykum ,

    super seite vallahi mashaAllah la kuvata illa billah

    macht weiter

  2. 2

    Aleykum Selam Mesut.

    Wir danken dir ganz herzlich. Vergesst uns nicht in eure Duas mit einzubeziehen.

  3. 3

    As Salamu alaikum wr wb ,

    sehr schöner Artikel , mit euerer Erlaubnis vorausgesetzt wird aus meiner Seite veröffentlicht

    ws

  4. 4

    wa aleykum selam,

    Alle Materialien von Ahlu-Sunnah.de können frei kopiert, gedruckt, veröffentlicht und verteilt werden, unter der Bedingung, dass die Quelle ‘www.Ahlu-Sunnah.de’ angegeben wird.

  5. 5

    was ist los .. macht ihr ferien :D

    ve selam

  6. 6

    As-Salamu ‘Alaykum,

    Nun, nicht wirklich Ferien, aber wir alle haben zur Zeit private Dinge zu erledigen weswegen die Seite leider vollständig vernachlässigt wurde.

    Wir bitten um Verzeihung.

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